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Freistaat Schlesien


Hymne an die Heimat

Der Leserbrief ← von Frau Erdmuthe Idris-Schimmel in der Ausgabe der Zeitschrift „Unsere Deutsche Heimat“, → April–Juni 2007, Seite 11, hat mich angesprochen. Dafür möchte ich ganz besonders Dank sagen.
Heimat! Dieses Wort schließt alles ein, was ein Mensch benötigt; einen bestimmten Bezirk, wo seine Vorfahren das Haus bauten, die Äcker bestellten, die Eltern durch Familienzugehörigkeit Kontakte pflegten, ihren eigenen Kindern dadurch Geborgenheit vermittelten. Diese Abfolge von Generationen im Laufe von etlichen Jahrhunderten wie es im Osten Deutschlands war, schufen Gefühle der Verbundenheit mit der Scholle.
Wir Vertriebenen, die wir das Leid der Entwurzelung erfahren mußten, haben mit unserem Herzblut bezahlt. Von Menschen, die ihre Heimat behalten durften, muß man sich sagen lassen, wir sollten endlich aufhören mit dem Erzählen von der geraubten Heimat, es wäre nicht mehr zu ertragen, wir gehörten in die Klapsmühle. Das sind die Töne aus der Umerziehungsfabrik.
Diese Äußerungen sind eine tiefe seelische Kränkung, ausgesprochen von angeblich christlichen Mitbürgern. Da erhebt sich die Frage, wo deren Wurzeln zu suchen sind. Gottes Gebote fordern auf der Grundlage der Liebe auch Verständnis und Mitgefühl für den Nächsten. Triebe von Bäumen aber, die in einem Feld stehen, wo der Ungeist der 68er Bewegung seine Saat streute, kranken, und ihre Wurzeln stecken in vergifteter Erde.

Bin nun zum dritten Mal vertrieben worden.
Das erste Mal aus der Heimat von Polen, das zweite Mal von den Politikern, die uns abgeschrieben haben, das dritte Mal aus der Kirche, wo ich geglaubt habe, eine geistige Heimat zu haben, denn die Pfarrer schweigen; sie wissen keine Antwort. Desto begrüßenswerter ist der in Triest durchgeführte → Internationale Kongreß der Vertriebenen und Flüchtlinge in aller Welt. Möge dieser Auftakt zur Änderung solcher Verbrechen reichlichen Zuspruch finden.

Mit etwas abgewandelter Form eines Gedichtes über das Vaterland möchte ich diesen Brief beenden, indem ich Land in Heimat umbenenne:

Gertrud  Bell  2007


UDH Nr. 82
Schlesien-Archiv


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