Meine Heimat habe ich
noch nicht vergessen,
Es scheinen ja alle Sterne
Auf
sie herab aus weiter Ferne.
Sie künden mir im fernen Land
Den Ort, wo meine Wiege stand.
Wo ich auch bin, von dir
verbannt —
Du führst mich immer an deiner Hand.
Trägst
mich auf unsichtbaren Schwingen —
Ein selig Band, das niemals
zu bezwingen —
Das keinem Fremden wird zuteil.
In meinem
Herzen bin ich frei,
Bin frei zu handeln in deinem Sinne,
Geprägt von deiner Art — wo ich auch bin,
Muß ich
auch leiden — kämpfen!
In Tod und Leben — ich bin dein!
Wie könnte es auch anders sein?
„Bis ich dich einst wiederfind
—
Heimat — Ich bin doch dein Kind!“
Friederike Bradel
Kehr ich einst zur Heimat wieder,
früh
am Morgen, wenn die Sonn' aufgeht,
schau ich dann ins
Tal hernieder,
wo vor einer Tür ein Mädchen steht.
Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
„Mein
Schlesierland, mein Heimatland,
so von Natur, Natur in alter
Weise,
wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
wir sehn
uns wieder am Oderstand.“
In dem Schatten einer Eiche,
ja da gab ich ihr
den Abschiedskuß.
„Schatz, ich kann nicht bei dir bleiben,
weil, ja weil ich von dir scheiden muß!“
Da seufzt
sie still, ja still und flüstert leise:
„Mein Schlesierland,
mein Heimatland,
so von Natur, Natur in alter Weise,
wir
sehn uns wieder, mein Schlesierland,
wir sehn uns wieder am
Oderstrand.“
„Liebes Mädchen, laß das Weinen,
liebes Mädchen, laß das Weinen sein.
Wenn die Rosen
wieder blühen,
ja, dann kehr ich wieder bei dir ein!“
Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise;
„Mein
Schlesierland, mein Heimatland,
so von Natur, Natur in alter
Weise,
wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
wir sehn
uns wieder am Oderstand.“
Der Verfasser ist Nachkomme von heimatvertriebenen Schlesiern und Kleingartenbesitzer. Wie alle Jahre wieder in April haben wir in der Südpfalz Sperrmüll. Die ehrlichen deutschen Bürger tragen ihren Sperrmüll, was sich so über das Jahr angesammelt hat, an den Straßenrand.
Aber jetzt Achtung, es geschieht überfallartig, wie eine der sieben Plagen Ägyptens: Da kommen wie aus dem Nichts Kleintransporter mit uns bekannten Kennzeichen (PL, CZ, H, Lt). Sogar in der Kleinstadt gibt es Verkehrsbehinderungen und starke Lärmbelästigung auch in der Nacht. Alles was am Straßenrand liegt, wird durchwühlt und begutachtet, wie damals 1945, als diese Siedler in unsere ostdeutsche Heimat kamen und sich alles aneigneten.
Hier sei nur der Eigentumsvorbehalt erwähnt. Ich bin der Auffassung, daß wenn Sperrmüll an die Straße gestellt wird, der rechtmäßige Eigentümer, sein Eigentum, hier den Sperrmüll, dem abholenden Unternehmen oder der Müllabfuhr übereignet (BGB § 929 Einigung und Übergabe; BGB § 958 Nr.2 Aneignung herrenloser Sachen).
Nun kommt der Aspekt der fahrenden Sperrmüllsammler mit den Vertreiber–KFZ-Kennzeichen ins Spiel. Sie handeln wie ihre Vorfahren, die uns vertrieben und bestohlen haben. Also hat sich der Großteil dieser Menschen nicht geändert, und sie machen das, was sie schon seit langen Zeiten von 1918 bis zum heutigen Tag vollbringen. Vertreibung, Ausbeutung, Diebstahl und widerrechtliche Landnahme der Gebiete jenseits von Oder und Neiße.
Nun gibt es aber einen weiteren Punkt, in welchem sich diese Vertreiber nicht geändert haben. An Wertgegenständen, an die sie nicht ohne Gewalt herankommen, wird mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln nachgeholfen. Geschehen in Ostdeutschland und auch neuerdings in Westdeutschland. Ausgerüstet mit Bolzenschneidern werden Kleingärten aufgebrochen und alles, was eben wertvoll erscheint, Rasenmäher, Stromerzeuger, Tauchpumpen und Kühlboxen, gestohlen. Aber Geräte, mit denen sie körperlich arbeiten müßten, wie Spaten usw., werden stehengelassen. Fairer Weise soll hier auch erwähnt sein, daß die Polizei und die Kripo bei einer sofortigen Razzia keine dieser Gerätschaften gefunden hat. Dafür fand sie aber nagelneue Fahrräder, die sofort beschlagnahmt wurden.
Die Geschichte hat gezeigt, daß das wohl in ihrer Natur liegt, andere arbeiten lassen und selbst nichts tun, sondern nur ausbeuten. Wie sich die Situation, mit Abstrichen, von 1945 bis heute ähnelt.
Wie sieht nun aber der Ablauf der Geschichte dieser Republiken seit der Vertreibung 1945, die immer noch anhält, aus ?Die Gegenleistungen werden aber besonders uns Deutschen noch auf Jahre verweigert, siehe hier besonders, die Niederlassungsfreiheit in „Polen“. Was sagte Churchill noch 1945: „Die polnische Gans wird sich an Ostdeutschland überfressen“. Er hatte ganz Recht, die Geschichte hat gezeigt, daß die polnische Gans unersättlich und unaufhaltsam ist.
Wacht endlich auf und seht, was die Machthaber in Ost und West im Schilde führen.
Nachsatz: Im November ist wieder Sperrmüllzeit, aber dieses mal sind wir Kleingärtner gewappnet und vorbereitet.
W. Maikranz
Der Weihnachtsmonat, der Monat, in welchem man sich auch in unserer Heimat Schlesien während der Adventszeit ganz besonders auf die Geburt unseres Herrn vorbereitet, war zum ersten Weihnachtsfest nach Beendigung des Krieges, im Frieden des Jahres 1945 von großer Not geprägt.Sieben Monate nach Kriegsende wurde das Weihnachtsfest für alle Deutschen bedrückend, die das Pech hatten, unter „polnische Verwaltung“ geraten zu sein.
Wir, die unterdrückten Deutschen des Frankensteiner Landes, verbrachten unter der Polenherrschaft unser letztes Weihnachtsfest in unserer Heimat. Da es für Deutsche nichts zu kaufen gab, gab es in kaum einer deutschen Familie einen Festtagsbraten und einen Weihnachtsbaum.
So wie bei uns auf dem großelterlichen Hof Schneider in Protzan war es wohl bei vielen Deutschen. Doch wir hatten einen kleinen Weihnachtsbaum! Denn obwohl sich Deutsche mit ihrer weißen Armbinde und dem N (= Niemsky für Deutsche) abends nicht mehr auf den Straßen bewegen durften, waren ein paar beherzte junge Deutsche in der Dämmerung durch den Schnee zu dem 2 km entfernten Gumberg gestapft. Dort hatten sie im Wald heimlich ein paar kleine Tannen geschlagen. So saßen wir am Weihnachtsabend hungrig mit der Großmutter bei unserem vom Gumberg „gestohlenen“ Weihnachtsbäumchen oben in der von den Polen überlassenen, kaum geheizten Stube, während unten im Haus die polnische Großfamilie bei einem üppigen Festessen feierte. Diese, im Juli aus der Gegend von Tschenstochau „eingewanderten“ neuen Herren des Hofes, hatten uns zum Feiertag großzügig das Schlachten von ein paar Tauben „erlaubt“. Die durften wir aber nicht selber aus dem Schlag holen. Selbst der Schlüssel zu unserem Taubenschlag befand sich in polnischem „Gewahrsam“. In unserer Kirche hatte man wie gewöhnt die Weihnachtskrippe aufgebaut. Jetzt wurde sie von deutschen und polnischen Kindern mit großen Augen bestaunt. In den Kirchen, welche unsere Ahnen einst erbaut hatten, sangen wir deutschen Gläubigen zum letzten Mal „Transeamus usque Bethlehem“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ Aus polnischen Kehlen erklangen fremde Lieder, die polnischen Gläubigen sangen zum erstenmal polnische Weihnachtslieder in den Kirchen, die ihnen jetzt gehören sollten. „Transeamus usque Bethlehem“ würde nie mehr aus deutschen Kehlen in den Kirchen unserer schlesischen Heimat erklingen und nie wieder „Stille Nacht, heilige Nacht“.
Doris Minale