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Freistaat Schlesien

Verhalten der Kirche


Die Heiligsprecheritis des Papstes

Der derzeitige Papst hat während seiner bisherigen Amtsperiode schon mehr Personen heilig- bezw. seliggesprochen als sämtliche vor ihm amtierenden Päpste zusammen.

In seinem Buch „Vom Sterben schlesischer Priester“ hat Dr. Johannes Kaps, Konsistorialrat der Erzdiözese Breslau, im Jahre 1950 der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus der schlesischen Passion — dem Opfergang schlesischer Priester, die in sehr vielen Fällen als Beschützer der Frauen und Mädchen vor Vergewaltigungen — den gewaltsamen Tod erlitten — bekanntgegeben. Das sind Märtyrer, die es verdienen würden, heiliggesprochen zu werden.

Die dritte Auflage dieser Dokumentation verdanken wir Professor Brzoska, meinem früheren Religionslehrer bei den Ursulinen in Ratibor.

Als auch diese dritte Auflage vergriffen war, habe ich mein letztes Exemplar mehrfach kopieren lassen und eines davon an den Vatikan — Abteilung Seligsprechung — gesandt mit der Empfehlung, doch diese schlesischen Priester-Märtyrer seligzusprechen…

Ich habe eine Antwort bekommen. Jedoch auf das Buch ist man überhaupt nicht eingegangen. Man hat den Erhalt noch nicht einmal bestätigt. Die einzige „Antwort“ bestand in dem lapidaren Satz: „Der Papst dankt Ihnen für das Zeichen der Ergebenheit.“

Bei einer solchen Reaktion weiß man bald nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll.

Christa Thoma

Pius XII. setzte ein Zeichen für Deutschland

Neben dem Erzbischof von Köln, Josef Frings, und dem von Münster, Clemens August Graf von Galen, wurde auch der Bischof von Berlin von Papst Pius XII. Weihnachten 1945 zum Kardinal ernannt. Es sollte vom Papst ein Zeichen sein, daß er Deutschland in der schwersten Zeit des Zusammenbruchs, der Vertreibung und der Kollektivschuld nicht vergessen hatte.

Im Gegensatz zu den Bischöfen der ostdeutschen Diözesen Breslau, Ermland und der Freien Prälatur Schneidermühle, die durch den Primas von Polen, Augustin Kardinal Hlond, unter dem Vorwand, von Rom Sondervollmachten erhalten zu haben, zur Resignation von ihren Bischofssitzen gezwungen wurden, hat der Berliner Bischof nicht auf ostpommersche und neumärkische Anteile seines Bistums verzichtet. Kardinal Hlond konnte auf Preysing keinen Druck ausüben, weil der Sitz des Bistums westlich von Oder und Neiße lag.

Primas Kardinal Hlond war in erster Linie ein national eingestellter Pole, der die Endgültigkeit der Vertreibung der Deutschen und Einverleibung der ostdeutschen Provinzen in den polnischen Staat mit allen Mitteln vorantrieb, ohne seinen Schwestern und Brüdern in der ostdeutschen Kirche nur die geringste Nächstenliebe, Gnade und Barmherzigkeit zu gewähren, wozu jeder Christ von Gott aus verpflichtet ist. Mit größter Hast und Eile setzte er im Juni 1945 die residierenden ostdeutschen Bischöfe ab und ersetzte sie durch polnische Administratoren, um so endgültige Tatsachen zu schaffen, daß die deutschen Ostgebiete für immer zu Polen, als die wiedergewonnenen „polnischen Westgebiete“, gehören. Die fast 800jährige deutsche Geschichte wurde dabei einfach unterschlagen.

Remscheid, den 26.02.2001
Otto May


Schlesien-Archiv

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