BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 62  ¦  Oktober – Dezember 2002


Auszug aus einem „Persönlich! Vertraulich“ gefaßten Schreiben

vom 13. Juni 2002

…Wenn Sie die Notwendigkeit einer bevölkerungspolitischen Wende erkennen, es sich aber nicht zutrauen, sie alleine einzuleiten, sollten Sie Anleihen bei den sogenannten Volksparteien nehmen. Angela Merkel hat in ihrer großen Rede auf dem Dresdner CDU-Parteitag (November 2001) dazu aufgerufen, das in Deutschland seit Jahrzehnten veranstaltete „Experiment der offenen Gesellschaft“ abzublasen und die Entgrenzung Deutschlands zu beenden.

Helfen Sie dieser Frau!

Die „offene Gesellschaft“, wie man sie jahrzehntelang praktiziert hat, ist ein Schaden für unser Volk und für unser Land.

Eine Woche später nach Frau Merkel hat Rudolf Scharping, Ihr Parteifreund, sich ganz ähnlich geäußert: In seiner letzten Ansprache auf dem Nürnberger SPD-Parteitag forderte er, „die Politik der Entgrenzung und Enttraditionalisierung Deutschlands“ nunmehr (auch mit militärischen Mitteln) zu beenden. Das sind ganz klare Signale: Die Zeit ist einfach reif, Herr Rau, für eine fundamentale Wende!

Es müßte Ihnen als geschichtlich denkendem Mann, der in der Tradition eines Theodor Heuss steht, leichtfallen, die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen. Und es „kostet“ Sie nicht viel, nun selbst ein Zeichen zu setzen, indem Sie z.B. die Unterschrift unter das — auch nach vielen Korrekturen — in der Hauptsache fehlkonstruierte „Einwanderungsgesetz“ der Bundesregierung verweigern. Kommende Generationen werden es Ihnen danken.

Das Parteiengeplänkel, das dann folgen wird, können Sie getrost vergessen. — Meinetwegen setzen Sie aber auch ein ganz anderes Zeichen; wichtig ist nur, daß es nicht so leise ist, wie alle Welt erwartet, daß Johannes Rau sich zu den Problemen unserer Zeit äußert. Äußern Sie sich laut und deutlich, damit alle Bürger unseres Landes Sie verstehen.

Wenn Ihnen meine heutige briefliche Äußerung für einen Kurswechsel in der deutschen Familien- und Bevölkerungspolitik nicht ausreicht, biete ich Ihnen hiermit das persönliche Gespräch an.

Absender des Briefes ist der Redaktion bekannt.


UDH Nr. 62

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