BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 63  ¦  Januar – März 2003


Freunde — Förderer — Mitglieder

Gemäß unserem Anspruch Bund für Gesamtdeutschland berichten wir in unserer Zeitung Unsere Deutsche Heimat über unsere Forderungen, wobei das Anliegen der aus den Ostprovinzen des Zweiten Deutschen Reiches Vertriebenen, dem großen Leid und Verlust angemessen, berücksichtigt wird. In dieser Ausgabe widmen wir dem Deutschen Gedenktag, den wir auf Initiative junger Freunde voll unterstützen, unsere besondere Aufmerksamkeit. Obwohl wir wie oben erwähnt immer die Interessen des gesamten Deutschen Volkes als Leitlinie unseres Handelns befolgten, mag vielleicht der Eindruck entstanden sein, daß wir in denselben Fehler verfallen wären, wie dieser von den Organisationen der Heimatvertriebenen BdV und Landsmannschaften praktiziert wird.

Liebe Freunde aus Pommern, Ostbrandenburg, Danzig, Memelland, Westpreußen, Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland, Hultschiner Ländchen, den Siedlungsgebieten in Osteuropa und allen anderen vom Zweiten Deutschen Reich abgetrennten Gebieten in Süd, West und Nord, wir brauchen uns nicht vor den Deutschen im Kernland zu verstecken. Unsere Aufbauleistung im Restdeutschland BRD und DDR hat wesentlich zu dem „Wirtschaftswunder“ beigetragen. Laßt uns bitte auf diesem Wege weitergehen und auch dem Leid der Deutschen im Kernland unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen.

Bedenken wir — nur gemeinsam werden wir unser aller Heimat für unsere Kinder erhalten. — Dieser 13. Februar — Deutscher Gedenktag — bietet eine Möglichkeit, die letzten noch bestehenden Grenzen in den Herzen von Heimatvertriebenen und Einheimischen zu überwinden. Gehen wir aufeinander zu. Viele Heimatvertriebene, die den größten Teil ihres Lebens in der Neuen Heimat verbracht haben, erleben im täglichen Umgang mit ihren Nachbarn, im Beruf und in der Freizeit keine wesentliche Abgrenzung. Überwinden wir auch den letzten Funken Groll aus schmerzlicher Erinnerung der ersten Jahre nach der Flucht, so er noch vorhanden ist. Unser Forderungskatalog muß sich auf die Abwehr der unser ganzes Deutsches Volk bedrohenden Kräfte konzentrieren.

Es ist wirklich allerhöchste Zeit zum gemeinsamen Handeln. Die Staaten BRD und DDR, auf deren Aufbau wir alle zu Recht stolz sein können, und die unsere neue Heimat bilden, sind bedroht. Der Zusammenschluß von BRD und DDR hat diese Bedrohung nicht aufgehoben, sie wurde von diesem Ereignis nur überlagert. Die größte Bedrohung sind nicht die das Völkerrecht verletzenden Alliierten des Zweiten Weltkrieges, es sind die eigenen Deutschen, die, wie so oft in der deutschen Geschichte, fremdhörig sind.

Wir brauchen hier keine Unterschiede bei den einzelnen politischen Parteien zu suchen. Es ist die gesamte politische Klasse, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges Volksverrat begangen hat. Wenn der eine oder andere mir in dieser klaren Aussage auch nicht folgen mag, weil er persönlich den einen oder anderen Funktionär „gut kennt“, im gesamten gesehen ist es jedoch so. Man mag dem Einzelnen zugute halten, daß er die Tragweite seines Handelns nicht überblickt hat und eben so im System vorangerutscht ist. Wir sollten auch nicht richten. Obwohl ich mir von einzelnen Funktionären schon eine Offenlegung ihres Gewissens wünschen würde. Der Weg geht nur darüber, daß die gesamte politische Klasse zurücktreten muß. Und nicht etwa in den Schmollwinkel mit hohen Bezügen, Pensionen usw. — sondern ins zweite Glied. Sie sollten schon erkennen, was sie angerichtet haben, und ihren Teil zur Wiedergutmachung des von ihnen angerichteten Schadens beitragen.

Unsere Sorge gilt unseren zu erwählenden Hoffnungsträgern. Diese müssen unbelastet sein. In ihrem Leben Leistungen im privaten und beruflichen Bereich erbracht haben. Wenigstens einige von ihnen sollten auf Grund ihrer Geisteshaltung im Deutschen Volk Achtung genießen.

Die größte Schwierigkeit ist die Gestaltung. Ein friedlicher Volksaufstand wie in der damaligen DDR würde diesmal von unseren alliierten „Freunden“ mit Waffengewalt niedergeschlagen. Der Weg über Wahlen wird an der berühmt und berüchtigten Zerrissenheit und Eigenbrödelei „der Deutschen“ scheitern.

Es bleibt der zivile Ungehorsam — organisiert in Verbindung mit den bereits einmal praktizierten „Runden Tischen“.

Das Grundgesetz der BRD bestimmt in Art. 146 [Geltung und Geltungsdauer des Grundgesetzes]: Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem Deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Wir brauchen uns nicht bei der Suche nach einer Verfassung zu zerfleischen. Das Zweite Deutsche Reich besteht de jure und damit auch die Weimarer Verfassung. Fordern wir die Inkraftsetzung der Weimarer Verfassung durch die Alliierten, denn von diesen wurde sie außer Kraft gesetzt.

Ich wünsche allen deutschen Patrioten bei den Beratungen an den „Runden Tischen“ eine glückliche Hand.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 63

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