BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.63 (1. Quartal 2003)

Auszug


Das deutsche Schuldgefühl ist pervers

Großes Aufsehen hat Pater Leppich, genannt „das Maschinengewehr Gottes“, durch seine damalige Predigt in der vollbesetzten Heilig-Kreuz-Kirche zu Bad Kreuznach verursacht. Er sagte unter anderem: „Die Polen sind bei uns eingebrochen. Breslau ist keine polnische Stadt. Ich bin das Gerede von der Schuld der Deutschen satt. Die Polen sollen uns gefälligst auch einmal um Verzeihung bitten für das, was sie uns angetan haben.“ Und „Ich bin nicht polnisch-katholisch, sondern römisch-katholisch.“
Das war er — Pater Leppich — ein deutscher Priester. Ich kannte ihn schon seit meiner Schulzeit — in Ratibor O/S. Vor zehn Jahren ist Pater Leppich gestorben, drum sei seiner hier ehrend gedacht. Er unterschied deutlich zwischen „katholischen Kartei-Leichen“ und solchen Christen, die seiner Maxime „Tut etwas“ folgten. Von sich selbst sagte er: „Ich bin eine Kerze, die an beiden Enden brennt.“ Ein deutscher Priester. An dieser Stelle sei auch ehrend gedacht unseres verehrten schlesischen Professors Franz Scholz — leider ebenfalls verstorben. Auf dem Sterbebett befragt, für wen er noch beten wolle, sagte er: „Ich bete für mein Deutsches Vaterland“. Ein deutscher Priester. Seine Bücher u.a. „Görlitzer Tagebuch“, „Kollektivschuld und Vertreibung“ und „Zwischen Staatsräson und Evangelium“.

Deutsche Priester — es gibt sie auch heute noch. Nach seiner berühmten Predigt im Kölner Dom anläßlich der Diözesan-Wallfahrt der Heimatvertriebenen und Aussiedler gab es Beifallsstürme im Dom für Pater Groppe SJ. Sein Vater war General, sollte wegen Widersetzlichkeit gegen einen Führerbefehl erschossen werden, es gelang, Gottlob, ihn zu retten, — seine Mutter war Ostpreußin.

Deutsche Priester — Der sich als Schlesier bekennende Pfarrer Pietrek von der Christlichen Mitte, Lippstadt, hat in seinem KURIER der CM einen — auch im Schlesier veröffentlichten Artikel geschrieben „Die Liebe zum eigenen Vaterland“. Im KURIER gab es auch eine Artikelserie über die letzten Tage in Trebnitz. Erwähnen möchte ich auch unseren Heimatfreund, den Abt von Maria Laach, Dr. Kurzeja, der seinerzeit in Gr-Rauden O/S die erste deutsche Hl. Messe gelesen hat, — Rauden und den Raudenern sehr verbunden ist; zu meiner großen Freude habe ich bei meinem Besuch dort vor einem Jahr sein Bild in der Heimatstube des Deutschen Freundschaftskreises gesehen; er ist dort hochgeehrt.

In krassem Gegensatz hierzu steht der in einem Kommuniqué von den deutschen und polnischen Bischöfen zum Ausdruck gebrachte „Dank an Gott für die bestehenden Grenzen“, Oder-Neiße-Grenze, die erst gezogen werden konnte nach der grausamen Vertreibung von 12 Mio Deutschen aus ihrer angestammten Heimat. Das ist unsere „deutsche“ Bischofskonferenz mit ihrem derzeitigen Vorsitzenden.

Christa Thoma

UDH Nr. 63

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