BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 64  ¦  April – Juni 2003


Gedanken zum 8. Mai 2003: Tag der Befreiung?

Wovon wurden wir Deutsche eigentlich am 8. Mai 1945 befreit? Für die breite Öffentlichkeit war es nach Aussagen der Medien, von den BRD-Politikern und nach Aussagen der Siegermächte eine Befreiung vom Nationalsozialismus.

Nun taucht aber die Frage auf, wovon wurden wir, die Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches befreit? Nicht nur vom Nationalsozialismus, nein, auch in Folge nach der militärischen Kapitulation von unserer Heimat, von geliebten Menschen, Haus, Hof und was man noch alles zum Leben und Überleben braucht.

Der Verfasser dieses Artikels wohnt z. Zt. in der Pfalz und geht oft an alten Gebäuden vorbei und sieht mit Wehmut das Baujahr an den Häusern. An seinem Haus in Alt-Jauer steht die Jahreszahl 1936, aber er kann es nicht nutzen, wie die hier lebende pfälzische Bevölkerung, weil seine Vorfahren vertrieben worden sind, im Rahmen der Befreiung vom 8. Mai 1945 mit vielen Millionen anderen Menschen.

Was können wir tun?

  1. In Resignation verfallen, nein niemals!!
  2. Aufklärung der Bevölkerung, wenigstens im Verwandtschafts- und Freundeskreis.
  3. Konstruktive Mitarbeit und keine Quertreiberei in den ostdeutschen Arbeitskreisen des BGD
  4. Bei Reisen in die Heimat, sich mit der dort z. Zt. lebenden Bevölkerung so gut wie möglich zu unterhalten und damit Aufklärungsarbeit zu leisten.
  5. Vorantreiben der ostdeutschen Sache, hier bei uns im Bund für Gesamtdeutschland besonders die Aufgabe des gegründeten Freistaates Schlesien.
  6. Endlich die Formulierung einer ostdeutschen Politik für Gesamtostdeutschland, Vorschläge liegen bereits vor.

Dieses müssen wir voranbringen, sonst ist Ostdeutschland jenseits von Oder und Neiße für immer verloren. Was sagen wir unseren Kindern und Enkeln, wenn sie fragen: Was habt ihr aus Ostdeutschland gemacht??

Polen kommt in die EU, und was wird aus unserer Heimat? Die polnischen und russischen Siedler fühlen sich inzwischen in unserer Heimat sicher. Das ist kein gutes Zeichen für uns.

Meine eindringliche Bitte:

Melden Sie Ihren Eigentumsanspruch in Warschau, Straßburg oder Moskau an,
sonst ist unser Ostdeutschland, die Heimat von Millionen Deutschen, verloren. Auch der Kampf unserer Wehrmacht wäre umsonst gewesen, von unseren tapferen Soldaten, die tief in Feindesland gefallen oder verschollen sind. Denken wir immer an den Opfergang unserer Soldaten.

Haben wir nicht schon wieder Krieg, welcher Not für die Völker des vorderen Orients bringt, die „Alliierten“ führen ihren sog. gerechten Krieg. Beginnt ein 30-jähriger Krieg, ein Krieg der Weltanschauungen und der Weltreligionen? Was für Leid bringt er über die Menschen, die nur leben wollen. Wird es ein zweites Dresden in Basra geben, wo die Bevölkerung noch immer unter den Folgen des 1. Golfkrieges leiden muß, in Form von Urangeschossen, welche noch für lange Zeit strahlen werden und die Mütter verkrüppelte Kinder zur Welt bringen? „Danke werden sie rufen, Danke, George W. Bush“. Wir rufen „Danke, Churchill, Danke, Roosevelt, Danke, Stalin, daß ihr uns von der Heimat befreit habt“ (beide Sätze sind ironisch gemeint).

Was kommt nach dem völkerrechtswidrigen Krieg, ein Amerika gehorsames Regime im Irak? Wird sich dieser Krieg ausweiten, und was macht dann das alte Europa, steht es wieder so hilflos da, wenn sich das „Imperium Amerikanum“, so Monitor am 13.2.03, weiter ausbreitet?

Das Völkerrecht wurde durch diesen Krieg international vorgeführt, es scheint wieder der alte Grundsatz des Mittelalters zu gelten, wer stärker ist, hat die Macht, und keine andere Macht kann den Krieg verhindern.

Wird nun auch die „Söldnerarmee“ der USA mit in diesen Krieg hineingezogen werden, obwohl der 2. Weltkrieg noch gar keinen Abschluß in Form eines Friedensvertrages gefunden hat? Wir sind schon am Krieg beteiligt in Form von Überflugrechten, Bewachung der amerikanischen Kasernen und den Spürpanzern in Kuwait und durch vieles andere mehr.

Meine Überzeugung sagt mir: Keinen Krieg für Öl, und Inspektoren in den Irak statt Panzer. Teilen Sie diese Meinung auch, dann mailen Sie diese an folgende Internetadresse: → MoveOn.org []. Diese Organisation hat am 26. Februar 2003 das Weiße Haus in Washington mit einem virtuellen Marsch lahmgelegt. Motto war: „Win Without War Virtual March on Washington“.

Wird die Welt durch diesen amerikanischen/britischen Krieg friedlicher werden? Wieviele Kriege wurden in der Zeit nach dem II. Weltkrieg von denjenigen geführt, die damals vorgaben, für Frieden und Freiheit in die Schlacht zu ziehen? Wann beginnt die Gegenseite endlich mit ihrer Vergangenheitsbewältigung, und was soll man von bundesdeutschen Politikern halten, die keine Gelegenheit auslassen, das eigene Volk in den Dreck zu ziehen, die Verbrechen der anderen aber ständig zu verharmlosen, vertuschen oder zu rechtfertigen versuchen.

Diese Gedanken stammen nicht von einem Landsmann der Erlebnisgeneration, sondern ich wurde 1957 als Sohn einer Heimatvertriebenen in „Westdeutschland“ geboren.

Ostdeutschland, Schlesien Glück auf,
Wolfgang Maikranz


UDH Nr. 64

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