BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 65  ¦  Juli – September 2003


Freunde — Förderer — Mitglieder

Verlust der »Neuen Heimat«

Unser Bund für Gesamtdeutschland hat sich seit seinem Bestehen für den Erhalt, wie bereits unser Name besagt, von Gesamtdeutschland eingesetzt. Zum gesamten Deutschland zählen für uns unverzichtbar die Heimatgebiete im Osten des Deutschen Reiches. Weil die politische Entwicklung dahin ging, daß unsere Heimatgebiete infolge der Handlungen der Alliierten des Zweiten Weltkrieges dem Nutzen unseres Deutschen Volkes entzogen wurden, war der Schwerpunkt unserer Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren auf den Erhalt des Anspruches auf unsere Ostdeutsche Heimat und dem dort vorhandenen Privateigentum gerichtet. In diesen Bemühungen wurden wir von vielen Freunden ideell und materiell unterstützt, wofür wir an dieser Stelle erneut danken!

Die Instabilität der Bundesrepublik Deutschland, die sich in der Handlungsunfähigkeit der im Bundestag vertretenen Parteien ausdrückt, zwingt uns in dieser Zeit, unsere ganze Kraft für den Erhalt Restdeutschlands einzusetzen. Wenn das Kerngebiet unseres Heimatlandes politisch und materiell „entkernt“, worden ist, haben auch die Heimatgebiete in den Randbereichen des Deutschen Reiches keine Zukunft mehr.

Der Gedanke der Einheit von Volk und Vaterland wurde in den vergangenen Jahrzehnten leider nur von wenigen Deutschen getragen. Gerade Heimatvertriebene aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches müßten ein fundamentales Interesse haben, die „Einheimischen“ zur Mitwirkung am Erhalt unseres gemeinsamen gesamten Heimat- und Vaterlandes zu bewegen. Die den deutschen Heimatvertriebenen nach Kriegsende aufgezwungene Sonderrolle im Deutschen Volk wurde über 50 Jahre von den Vertriebenenorganisationen konserviert. Die Führungsschicht der Vertriebenenverbände gab sich damit zufrieden, von den Regierungen der BRD als Gesprächspartner anerkannt zu werden. Besonders vor Landtags- oder Bundestagswahlen wurde auf dem Hintergrund des Stimmenfanges der eine oder andere Brosamen verteilt. Das den Heimatvertriebenen zugefügte Leid, die seelische Not im Gedenken an Heimat und die Ermordung von Angehörigen bei der Vertreibung — verschloß der Einzelne wie die Organisation im Innern.

Heutzutage, wo der Verlust auch der „Neuen Heimat“, der Verlust des in einem Menschenleben Aufgebauten droht, fehlt das Zusammengehörigkeitsgefühl mit den „Einheimischen“.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 65

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