BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 65  ¦  Juli – September 2003


Vor 65 Jahren

1. Oktober 1938 — Befreiung des Sudetenlandes

Nach der Gründung der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918 begann eine beispiellose Hetzkampagne gegen die deutsche Bevölkerung, die immerhin zu jener Zeit über ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Tschechoslowakei ausmachte. Als Folge begannen sich die Deutschen in den Randgebieten der Tschechoslowakei (Sudetendeutsche genannt) politisch zu engagieren. So wurde auch die Sudetendeutsche Partei (SdP) gegründet. Zur gleichen Zeit bildeten sich auch Freikorps, die sich gegen tschechoslowakische Chauvinisten zu verteidigen suchten.

Nachdem sich die Lage in den sudetendeutschen Gebieten Anfang der 30er Jahre immer weiter zugespitzt hatte, forderte Konrad Henlein, der Führer der SdP, die Abtretung des Sudetenlandes an Deutschland. Im September 1938 beriet sich der britische Premierminister Neville Chamberlain mehrmals mit Adolf Hitler, um die Sudetenkrise zu lösen.

Schließlich begannen am 29. September Verhandlungen zur Lösung des Konflikts. An diesen Verhandlungen nahmen neben Deutschland und Großbritannien auch Frankreich und Italien teil. Mit der Unterzeichnung des Münchener Abkommens und der Zustimmung der Tschechoslowakei tags darauf wurde dem Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen endlich Rechnung getragen und das Sudetenland am 1. Oktober 1938 an Deutschland angegliedert.

Mit dem folgenden Einmarsch deutscher Truppen wurde die Angliederung ans Deutsche Reich vollends vollzogen. Die sudetendeutsche Bevölkerung bereitete den Soldaten einen begeisterten Empfang. Das Sudetenland endlich wieder frei von der Fremdherrschaft. Doch mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 war die Stunde der Tschechen gekommen, ihr angestrebtes Ziel nach Vernichtung des Deutschtums im Sudetenland zu erreichen. Es kam zu Ausschreitungen und Gewalttaten gegen die Sudetendeutschen, die gezwungen wurden, ihre angestammte Heimat zu verlassen.

Über drei Millionen Sudetendeutsche wurden vertrieben und zu Opfern des tschechoslowakischen Chauvinismus. Viele Deutsche starben zu dieser Zeit auch an Hungermärschen, getrieben von tschechischen Milizen oder in tschechischen Konzentrations- und Arbeitslagern. Mit den Benes-Dekreten legalisiert die tschechoslowakische Regierung die Enteignung, Vertreibung und Ermordung von Deutschen, sie sind vogelfrei. Im Jahr 2002 bestätigte das tschechische Parlament die Benes-Dekrete einstimmig! Dies darf uns Deutsche aber nicht schrecken, weiter für die Rechte der Sudetendeutschen zu kämpfen, sondern muß uns statt dessen ein Ansporn dazu sein.

Patric Cremer



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UDH Nr. 65

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