BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.66 (4. Quartal 2003)

Auszug


Glaubwürdigkeit

Grundgesetz Art. 56. [Amtseid]

Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid:

Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.

Grundgesetz Art. 64. [Ernennung der Bundesminister]

Ohne auf das Zustandekommen des Grundgesetzes als eine von den Alliierten entgegen dem Völkerrecht vorgenommene Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Deutschen Reiches und dem Deutschen Volk aufoktroyierte Willkürmaßnahme einzugehen, ist das Grundgesetz ein Faktum, nach dem sich die Menschen auf dem Boden der Bundesrepublik seit dem 23. Mai 1949 mehr oder weniger gerichtet haben.

Wenn sich „das Volk“ in seiner Mehrheit danach gerichtet hat, so kann mit Fug und Recht behauptet werden, daß die politische Führung der BRD das Grundgesetz sehr eigenwillig ausgelegt hat. Paßte das Grundgesetz der jeweiligen politischen Richtung nicht, wurde es so oft geändert, daß die Bezeichnung Grundgesetz einer Verhöhnung der deutschen Sprache gleichkommt.

Die Grundgesetz-Artikel 56 [Amtseid] und 64 [Ernennung der Bundesminister] wurden bis heute nicht geändert. Es stellt sich die Frage, was ist unter der Passage …„Schaden von ihm wenden,“… zu verstehen. Entstand und entsteht dem Deutschen Volk Schaden dadurch, daß die Interessen des Deutschen Volkes bis auf den heutigen Tag unter die Interessen der Alliierten gestellt werden?

Die politische Führungsschicht wurde in den ersten Nachkriegsjahren von Deutschen gestellt, die kaum Rückgrat hatten oder zeigten. Als Schoßkind der Besatzungsmacht konnte vielleicht die eine oder andere Machtwillkür gemildert oder gar verhindert werden. Wer die Meßlatte …„Schaden von ihm wenden,“… so niedrig anlegt, wiegt sich in der Hoffnung, es wäre dem Deutschen Volk Gutes widerfahren.

Bei allen Etappen zur angeblichen Souveränität, die bis heute noch nicht erreicht worden ist, wurde die Bundesrepublik Deutschland nur scheinbar souverän. Ein Beweis hierfür ist

Grundgesetz Art. 139 [Befreiungsgesetz]

Entscheidend ist jedoch die innere Haltung der politischen und wirtschaftlichen Führungsschicht des Deutschen Volkes und nicht zuletzt die des Deutschen Volkes in seiner Mehrheit. Der Vasallenstatus wird nicht als solcher empfunden. Die Freiheit des Reisens in alle Welt, der wirtschaftliche Aufschwung im ersten und zweiten Jahrzehnt verdrängten den natürlichen Wunsch des Volkes auf Selbstbestimmung.

…„Freiheit, die ich meine,…“ die aus den Befreiungskriegen, fließt nicht in die Handlungen der politischen Klasse der BRD ein. Das Rückgrat des Deutschen Volkes ist so vollständig gebrochen, daß die Wendungen von „nie wieder Krieg“ über die „Wiederbewaffnung“ bis hin zu den „Auslandseinsätzen“ widerstandslos hingenommen werden.

Nicht nur die nationale Entmündigung wird hingenommen, sondern auch die wirtschaftliche Ausbeutung über fünf Jahrzehnte hinweg ist zur Normalität geworden. Die Schuldenbombe tickt. Die Regierenden in unserem Land haben das Vertrauen, so sie es je besessen haben, endgültig verloren. Die Abschöpfung der von uns Deutschen ersparten Rücklagen, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, die Abflüsse des Ertrages unserer Volkswirtschaft ins Ausland zu unterbinden, wird hoffentlich im Deutschen Volk ein Erwachen bewirken.

Glaube versetzt Berge — glauben wir daran, daß in unserem Deutschen Volk gesellschaftliche und politische Kräfte ihre Überzeugungen dem einen Ziel unterordnen — unsere Heimat, unser Deutsches Volk vor dem Chaos zu bewahren. Handeln wir gemeinsam. Die in Regierungsverantwortung stehenden Parteien können es nicht mehr.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 66

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