BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 66  ¦  Oktober – Dezember 2003


Geschichtsanalphabet Staatsminister Dr. Ludger Volmer

von Gerold Bernert

Die EU könnte als ein Europa der Kultur­nationen durchaus eine bedeutende Rolle in der Weltpolitik spielen. Dazu müßten allerdings die Wertmaß­stäbe eingehalten werden, die sich aus der europäischen Geistes­geschichte entwickelt haben und die für die gesamte Völker­gemeinschaft segensreich wären. Vor allem käme der EU die Aufgabe zu, dem Allmacht­streben der USA entgegen­zutreten und eine multipolare Welt­ordnung zu garantieren. Rußland liegt noch immer am Boden, und China wird noch lange brauchen, um das Niveau europäischer Wirtschafts­kraft zu erreichen. Die EU, wenn sie es denn wollte, könnte den USA mittel­fristig durchaus Paroli bieten.

Doch im Irak-Konflikt hat sich die Europäische Union gespalten gezeigt. Anstatt in geschlossener Formation auf Einhaltung des Völker­rechts zu pochen, stellten sich einige Regierungen an die Seite der USA und mißachteten damit auch den in Umfragen ermittelten Willen ihrer eigenen Völker. Ein besonders schlimmes Beispiel bot Belgien. Die dortige Regierung hatte zunächst an deutscher und französischer Seite den US-Überfall auf den Irak mißbilligt. Dann aber revidierte sie unter amerikanischem Druck ein Gesetz, das es in Belgien ermöglichte, gegen Kriegs­verbrecher jeder Nationalität Straf­anzeige zu erstatten. Betroffen waren Bush und Blair, Powell und Rumsfeld sowie weitere anglo­amerikanische Politiker und Militärs. Auch gegen den israelischen Premier­minister Scharon war Straf­anzeige erstattet worden. Eine konsequente Anwendung des Gesetzes hätte Belgien zum Vorreiter einer auf Gleich­berechtigung beruhenden inter­nationalen Strafjustiz gemacht — und damit ganz Europa gestärkt.

Wenn man nun die Bundestags­debatte am 25. 09 2003 im Fernsehen verfolgt hat, konnte man bei der Rede des Staats­ministers Dr. Ludger Volmer erleben, wie gegenüber den Amerikanern wieder einmal geschleimt wurde. Daß der Minister beim Weggang vom Rednerpult nach seiner Ansprache nicht in dem Schleim, den er da verbreitet hat, ausgerutscht und hingefallen ist, grenzte an ein Wunder. Nach seinen Lobhudeleien für die Amerikaner in der Iraksache erinnerte er die Deutschen, für was sie den Amerikanern alles dankbar sein müßten. Für die Befreiung nach 1945, für den Marshall-Plan, für die Berliner Luftbrücke u.s.w. Nun gehört der Staats­minister nicht der Erlebnis­generation an und zählt zu den Geschichts-Analphabeten, die von deutscher Geschichte keine Ahnung haben. Oder er ist umerzogen und verfälscht die deutsche Geschichte wissentlich. Davon gibt es im Deutschen Bundestag noch sehr viele, dies fängt auf der Regierungs­bank schon an.

Nicht wir, sondern Amerika hat uns den Krieg erklärt. Immer wieder und noch im Herbst 1940 versicherte Roosevelt seinen Landsleuten, nicht in den europäischen Krieg einzu­greifen, während er schon lange dazu entschlossen war, darauf hin arbeitete und die Beteiligung der USA auch schon längst zugesagt hatte. So erklärte der US-Präsident im Herbst 1938 dem gerade zurückgetretenen britischen Außen­minister Eden oder im Mai 1939 dem früheren tschechischen Staatschef Benesch, daß die USA ohne Einschränkung einem kommenden Krieg gegen Deutschland beitreten würden. Denken wir an sein verbrecherisches Spiel mit Pearl Harbour, wo er Tausende seiner Soldaten opferte, nur um in den Krieg gegen Deutschland eintreten zu können. Roosevelt war wie Churchill einer der größten Kriegs­verbrecher im Zweiten Weltkrieg. Roosevelt und Churchill waren dafür verantwortlich, die Vereinigten Staaten in den Krieg gezogen zu haben, den „unnötigen“ Krieg — wie Churchill nach dem Kriege später bekannte. Das fatale und nieder­trächtige Kriegs­ultimatum an Japan vom 26. November 1941 öffnete die Türen des amerika­nischen Schatzamtes, und eine Lawine von 35 Milliarden Dollar hielt das britische Staatsschiff für die nächsten vier Jahre über Wasser.

Roosevelt hatte vier Gründe, warum er in den Krieg eintrat.

  1. Es gab in den Staaten 10 Millionen Arbeits­lose nach sechs Jahren recht erfolgloser „New Deal“-Politik.
  2. Das Verlangen, als Internationalist aktiv in die Kriegs­führung einzugreifen.
  3. Machtgier und der Wunsch, als Kriegs­präsident in die Geschichte einzugehen.
  4. Die Gründung der Vereinten Nationen mit Roosevelt als de facto Herrscher oder Zwillings­herrscher mit Stalin.

Nun muß man den Staats­minister Volmer fragen, für was wir den Amerikanern dankbar sein müssen!

Wie kann ein Staats­minister einen solchen Schwachsinn in unserem Parlament verbreiten? Für wie dumm halten eigentlich diese Typen den deutschen Steuer­zahler?

Daß die Amerikaner, nicht das Volk, sondern deren Repräsentanten, die größten Kriegs­treiber nach dem Zweiten Weltkrieg sind, darin besteht kein Zweifel. Wieviele Kriege haben sie seit dieser Zeit vom Zaun gebrochen, und vor allem — unter was für faden­scheinigen Argumenten. Immer, wenn der Amerikaner Geld braucht, fängt er irgendwo in der Welt einen Krieg an. Wenn die Wirt­schaft nicht floriert, machen sie einen Krieg. Den besten Beweis haben wir jetzt mit dem Irak.

Der ganze Bush-Clan ist ein Kriegs­treiber. Was und wer ist eigentlich dieser Mister George W. Bush? Der Mann ist eine einzige Katastrophe, ein wunder­bares Beispiel für die geistige Degeneration in reichen amerikanischen Familien. Der Satz stand im Spiegel, geschrieben von einem amerikanischen Soziologen. Der schrieb unter anderem: „George W. Bush hat die besten Schulen unseres Landes besucht, und es ist absolut nichts bei ihm hängengeblieben.“

Acht Monate lang, bis zum 11. September, haben die Amerikaner sich schlapp­gelacht nach seiner Wahl zum Präsidenten. Die billigste Marionette, die sich die amerikanische Öl- und Rüstungs­industrie je als Präsident geleistet hat. Der Mann hat eine 35jährige Karriere als Alkoholiker hinter sich. Der kennt mehr Whisky­sorten als Länder auf unserem Planeten. Ein erfolgreicher Selfmade­millionär durch Hilfe seines Vaters. Der hat sein Geld mit Insider­geschäften gemacht. Nach heutigen amerikanischen Gesetzen säße der Mann im Gefängnis. Und davon versucht Bush abzulenken, denn das amerikanische Volk möchte seit einiger Zeit gerne die Unterlagen von damals sehen. Genau wie bei der Enron-Pleite. Der müßte George W. Feldbusch heißen. Daß unsere Politiker so einen Mann akzeptieren, ich weiß nicht. Es ist das Zeichen, bei uns im Lande stimmt da auch einiges nicht.

Gerold Bernert
Hintergasse 2, 64367 Mühltal


UDH Nr. 66

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