BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 66  ¦  Oktober – Dezember 2003


Ausstellung „Vernichtungskrieg 1941 — 1943, Verbrechen der Wehrmacht“

Offenbach, den 20. September 2003

 

Betr.: Ausstellung „Vernichtungskrieg 1941 — 1943, Verbrechen der Wehrmacht“ in Darmstadt

 

Sehr geehrter Herr Herbst,
Ihrem Schreiben vom 25.07.03, welches ich bei meiner Rückkehr nach Offenbach in der mir nicht nachgesandten Post vorfand, habe ich entnommen, daß Herr Oberbürgermeister Benz von meinem Schreiben vom 09.04. und 09.07.03 Kenntnis genommen und Sie mit der Beantwortung meiner Frage beauftragt hat.

In Ihrem Schreiben erwähnen Sie, daß es der Stadt Darmstadt aus Platzgründen bisher „leider“ nicht möglich war, diese „wichtige“ Ausstellung nach Darmstadt zu holen, sie aber bemüht ist, sobald die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, dieses (edle) Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Sie sind sich sicher, daß die dort gezeigten Bilder und Schriftstücke für „aufgeklärte“ Menschen (wie Sie) Aspekte beleuchten, die bisher unbekannt waren, aber auch zur deutschen Geschichte gehören und „nicht verschleiert“ werden dürfen.

Im letzen Absatz Ihres Schreibens teilen Sie — ich nehme an, ein mit der „Gnade der späten Geburt“ Beglückter — mir mit, daß es „leider“ noch immer Menschen gibt, die aus der Geschichte (im Gegensatz zu Ihnen) nichts gelernt haben und erlauben sich dazu auch noch die Frechheit, der Diktion meines Schreibens zu entnehmen, daß auch ich zu diesem Personenkreis gehöre.

Aus der Ausdrucksweise (Diktion) „Ihres“ Schreibens kommt die geistige Verfassung des Schreibers aber deutlich zum Ausdruck. Bei ihm handelt es sich um einen jener Menschen, die nun wirklich aus der Geschichte nichts, aber auch rein gar nichts gelernt haben und sich trotzdem so aufspielen, als ob sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Bevor Sie erneut Menschen, die die vergangene Geschichte erlebt haben, sie also nicht nur vom Hörensagen kennen, erneut belehren wollen, empfehle ich Ihnen, sich mit dieser vergangenen Geschichte intensiv zu befassen und nicht nur nachzuplappern, was man Ihnen so alles in den Mund gelegt hat. Sie werden darüber staunen, wie man das deutsche Volk über sechzig Jahre lang belogen und betrogen hat.

Ich gehöre zu den Menschen, die nicht nachplappern, sondern den Sachen auf den Grund gehen. Demzufolge habe ich nach den Ursachen, die Europa den Ersten Weltkrieg beschert haben, schon geforscht, lange bevor die Welt Typen wie Sie hervorgebracht hat. Ich bin den Geschichtsklitterern nicht auf den Leim gegangen. Ich habe festgestellt, daß das deutsche Volk damals schon von Typen wie Sie belogen und betrogen worden ist, was heute um so mehr der Fall ist.

Ursache des Ersten Weltkrieges war der Zusammenschluß aller deutschen Länder, Herzog- und Fürstentümer zu einem Reich, dem Zweiten Deutschen Reich, nach dem von Frankreich mit Pauken und Trompeten verlorenen Krieg, den Napoleon III., der Kaiser der Franzosen, am 19.07.1870 Preußen erklärt hatte, erklärt aus einem nichtigen Grund (spanische Thronfolge). Tausende von Franzosen und Deutschen mußten ihr Leben lassen, wurden mehr oder weniger schwer verwundet und humpelten später dann als Krüppel durch die Nachkriegszeit, nur weil es dem Franzosenkaiser nicht behagte, daß die Spanier einen Hohenzollernprinzen zu ihrem König krönen wollten.

Dieser Zusammenschluß ließ im Herzen Europas eine Großmacht entstehen, die wegen ihrer nun gebündelten Wirtschaftskraft den Kattun-Politikern an der Themse ein Dorn im Auge war. Entsprechend ihrer „Balance of power“-Politik mußte diese Großmacht bei sich bietender Gelegenheit vernichtet werden. Aus einem Gespräch des konservativen Parteiführers Lord Balfour mit dem US-Botschafter in London Henry White um das Jahr 1910 : Balfour: „Wir sind wahrscheinlich töricht, daß wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären, ehe es zuviel Schiffe baut und unseren Handel wegnimmt.“

Henry White: „Sie sind im privaten Leben ein hochherziger Mann. Wie ist es möglich, daß sie politisch etwas so Unmoralisches erwägen können, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die ein ebenso gutes Recht auf eine Flotte hat wie Sie? Wenn Sie mit dem deutschen Handel konkurrieren wollen, so arbeiten Sie härter.“ Daraufhin Balfour: „Das würde bedeuten, daß wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns.“ White: „Ich bin erschrocken, daß gerade Sie solche Grundsätze aufstellen können.“

Balfour: „Ist das eine Frage von Recht und Unrecht? Vielleicht ist das nur eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft.“

Sehr interessant zu wissen, warum England Kriege anzettelt. Finden Sie nicht auch? Ein Krieg mit Blutvergießen beim eigenen Volk ist für englische Politiker also einfacher als eine friedliche Beilegung von Konflikten! Nach diesem Konzept handeln heute auch amerikanische Politiker. Das jüngste Opfer war der Irak. Wie sie einst Deutschland mit einem Flächen­bombardement in Schutt und Asche legten, Alte, Frauen und Kinder, also Nichtkombattanten, zu Hunderttausenden ins Jenseits beförderten, die um ihr nacktes Leben Rennenden noch mit Maschinengewehrgarben aus ihren Flugzeugen meuchelten und dabei so niedrig flogen, daß ihre Opfer ihnen in die Augen schauen konnten, genauso haben sie den Irak in Schutt und Asche zertrümmert, auch ohne Rücksichtnahme auf unschuldige Zivilisten.

Als am 28. Juni 1914 das österreichische Thronfolgerpaar von dem 18-jährigen Serben Gavrilo Princip in Sarajevo ermordet wurde, bot sich den englischen Politikern endlich die Gelegenheit, zur Erhaltung der Vorherrschaft zu einem Vernichtungsschlag gegen das Deutsche Reich auszuholen. Sie vereinigten sich mit Frankreich und Rußland zur sogenannten „Tripelentente“, wodurch Deutschland eingekreist wurde. Diesem mächtigen Block standen die „Mittelmächte“ (Deutsches Reich und Österreich-Ungarn) gegenüber, wobei noch zu erwähnen ist, daß zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn ein Beistandspakt (gegenseitige Hilfeleistung im Kriegsfalle) bestand. Durch das Attentat von Sarajevo bestand die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Serbien, dem sein slawischer Bruder (Rußland) Hilfe versprochen hatte. So wurde der Erste Weltkrieg inszeniert mit an die 10.000.000 Toten im Gefolge! Man sollte doch endlich zur Kenntnis nehmen, daß dieser Krieg, wie auch der Zweite Weltkrieg, nicht von Deutschland ausgegangen ist, auch wenn es deutsche Politiker zur Rechtfertigung ihrer deutschlandfeindlichen Nachkriegspolitik immer und immer wieder behaupten.

Dem von England angezettelten Ersten Weltkrieg folgte das „Versailler Diktat“. Diktat deshalb, weil mit den Besiegten nicht über einen Friedens–Vertrag verhandelt, sondern von den Siegermächten diktiert wurde. Weil die Versailler Diktatoren für ihr Machwerk auch die dafür nötigen Unterschriften der Besiegten benötigten, erhielten sie die Seeblockade (Hungerblockade) bis zur erfolgten Unterschriftsleistung aufrecht, was für Hunderttausende, überwiegend Alte und Kinder, den grausigen Hungertod zu sterben bedeutete. War das human gehandelt?

Dazu der deutsche Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (SPD) am 12. Mai 1919 in der Deutschen Nationalversammlung:

Nun, die „Hungerblockade“ zeigte ihre Wirkung, und um weiteres Sterben nach Kriegsende zu verhindern, mußte man, ob man wollte oder nicht, nach Versailles pilgern und unterschreiben.

Als die erste Republik auf deutschem Boden in Agonie verfiel, als Folge horrender Reparationszahlungen, unzähligen Korruptionen (wie heute) und totaler Unfähigkeit der demokratischen Parteien und ihrer Politiker (auch wie heute) und vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, demokratischem Brauch entsprechend, die stärkste Fraktion im Deutschen Reichstag mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt wurde, blühte Deutschland wieder auf. Die am Boden liegende deutsche Wirtschaft erholte sich zusehends, das übernommene Arbeitslosenheer von 6,5 Millionen Deutschen schrumpfte bis zum Jahr 1937 auf 961.000 zusammen. Hitler hatte im Sinne Scheidemanns gehandelt und uns sukzessiv von den in Versailles geschmiedeten Fesseln befreit.

Hitler wäre ein Verbrecher gewesen, wenn er angesichts der Lage nichts zum Schutze Deutschlands unternommen hätte“, meinte am 4.9.1936 Lloyd George (ehemaliger englischer Premierminister) zur Wiederbesetzung des deutschen Rheinlandes durch das deutsche Reichsheer.

Und Sefton Delmer, Produzent haarsträubender Greuelmärchen über Deutschland, meinte in seinem 1961 erschienenen Buch: Die Deutschen und ich: „…Deutschland war im Jahre 1936 ein blühendes, glückliches Land. Hitler hatte die Arbeitslosigkeit bezwungen und ihnen (den Deutschen) eine neue wirtschaftliche Blüte gebracht….“ Und wenn Lloyd George, ein Mitgestalter des Versailler Diktats, nach seinem Deutschlandbesuch im September 1936 in einem Interview mit der “Daily Express“ sich lobend über Hitler aussprach und dieses Interview beendete: „Er (Hitler) ist der George Washington von Deutschland“, dann fragt man sich, warum man glaubte, diesem Land 1939 den Krieg erklären zu müssen.

Ach ja, da gab es doch den britischen konservativen Parteiführer Balfour, der 1910 der Meinung war, daß wir (die Engländer) wahrscheinlich töricht sind, keinen Grund zu finden, um Deutschland den Krieg erklären zu können, für den eine Kriegsführung einfacher war als härter zu arbeiten, um mit Deutschland auf dem Weltmarkt konkurrieren zu können.

Ich habe nun wirklich nicht die Absicht, Ihnen, dem aufgeklärten deutschen Michel, Nachhilfeunterricht in deutscher Geschichte zu erteilen. Schon gar nicht in Form eines Briefes. Vorenthalten möchte ich Ihnen aber nicht, was in der FAZ vom 17.09.1989 unter „Stimmen der anderen“ zu lesen war, Sie aber anscheinend nicht gelesen haben, denn dann hätten Sie mir nicht vorhalten können, daß ich aus der Geschichte nichts gelernt habe.

Dort war unter der Überschrift „Die britische Zeitung 'Sunday Correspondent' verrät die Wahrheit“ zu lesen:

Diese Aussage wäre noch zu ergänzen mit: „Die Vorherrschaft in Europa steht einzig und allein den Engländern zu.“

Wenn Sie nun bald in der glücklichen Lage sind, vor dem Gebräu der Ausstellung „Vernichtungskrieg 1941-1943, Verbrechen der Deutschen Wehrmacht“ zu stehen, sollten Sie ein Zitat aus dem Buch „The New KGB“ von William R. Corson und Richard I. Crowley (USA) zur Kenntnis nehmen, wo Sie auf Seite 202 nachlesen können:

Wohlgemerkt: Die Autoren von “The New KGB“ waren Amerikaner, also keine Deutschen! Aber das werden Sie, als intelligenter Jüngling, selbst festgestellt haben.

Apropos Partisaneneinheiten. Mit solchen Partisanenbanden hatten wir es schon zu Beginn des Rußlandfeldzuges zu tun bekommen. Wir waren von allen Seiten der Gefahr ausgesetzt, abgeknallt zu werden. Partisanen genießen nicht den Schutz der Haager Konvention. Die jeweilige Besatzungsmacht hat somit das Recht, sie standrechtlich zu erschießen. Die Amerikaner und die Israelis veranschaulichen Ihnen vor der Glotze doch jeden Tag, wie in solchen Fällen zu handeln ist. Sollten Sie auf gezeigte Bilder der „verbrannten“ Erde stoßen, eine Tat, die uns von Reemtsma zur Last gelegt wird, dann mache ich Sie darauf aufmerksam, daß „verbrannte Erde“ eine Erfindung Stalins war, damit wir keine Möglichkeit hatten, uns in den Häusern vor dem klirrenden Frost, wenn auch nur für kurze Zeit, zu schützen. Was von den Sowjettruppen niedergebrannt wurde, das wurde von uns nicht wiederhergestellt, so daß wir während unseres Rückzuges nicht noch einmal alles in Schutt und Asche legen konnten. Das sind die Fakten, die Jünglingen wie Ihnen nicht bekannt sind, aber sein sollten, wenn diese sich erlauben, uns Frontsoldaten vorzuwerfen, wir hätten aus der Geschichte nichts gelernt.

Ich erwarte von Ihnen eine Entschuldigung. Wenn Sie von Ihren Eltern gut erzogen worden sind, dann werden Sie es auch tun. Von Jünglingen aber, die keine gute Kinderstube hatten, kann man es nicht erwarten.


Liebe Freunde,
diesen umfangreichen Brief habe ich in unsere Zeitung aufgenommen, um Ihnen allen Mut zu machen. Mut für eine solche offene Sprache — ganz gleich, ob diese verstanden wird oder nicht.

Allein — wir sind es uns, unseren gefallenen Kameraden und unseren nachkommenden Generationen schuldig, die Fakten dem nach dem Kriege verstärkt von den Alliierten entfachten Meinungsterror entgegenzusetzen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 66

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