BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.69 (2. Quartal 2004)

Auszug


Mißhandlungen im Irak

US-Präsident Bush gerät in Erklärungsnot

Hier helfen keine Erklärungen. Es ist die gleiche Menschen verachtende Handlungsweise gegenüber Kriegsgefangenen nach Beendigung des Krieges, wie dies nach dem 8. Mai 1945 an deutschen Kriegsgefangenen in den Lagern Rheinberg und Remagen praktiziert worden ist. Ob eine Plastiktüte über den Kopf — oder auf freiem Feld in Löchern voller Wasser zu verrecken — es ist kaum ein Unterschied.

Halt — einen Unterschied gibt es:
Die bedauernswerten Opfer im Irak sind eine kleine Zahl, in Remagen und Rheinberg waren es Hunderttausende deutscher Landser.

Über die Grausamkeiten in den Lagern Rheinberg und Remagen erfuhren nur wenige Menschen in der Nachbarschaft. Durch die technische Entwicklung der Medien werden, Gott sei Dank, Menschen in aller Welt über die „Heldentaten“ dieser „Weltbeherrscher“ informiert.

Wie vereinbart sich der sonntägliche Kirchgang von Bush und seiner Anhänger mit den begangenen Verletzungen der Haager Landkriegsordnung von 1907?


Ein böser Traum

Täglich erreichen uns Meldungen aus unseren Regionen, unserem Land und aus aller Welt. Wenn auch die Medien durch die Massierung der Horrormeldungen diese als zum alltäglichen Leben gehörend herunterspielen, denken viele Menschen, sich in einem bösen Traum zu befinden.

Sicherlich ist das Leben in unserem Umfeld, unseren Regionen und in der Welt in seiner Gesamtheit nicht so grausam. Gerade weil dies so ist, werden diese Horrormeldungen besonders beachtet.

Grausamkeiten, wie diese in diesen Wochen einen weiten Raum in der Berichterstattung einnehmen, empören uns einerseits und andererseits lähmen sie uns, so daß wir nicht nach den Gründen und Hintergründen fragen. Alle Ereignisse beruhen auf Ursachen und Wirkung. Die auf einseitige Bericht­erstattung ausgerichteten Medien verschweigen die Ursachen und zeigen nur die Wirkung auf. Besonders in der „großen Politik“ ist diese einseitige Betrachtungsweise an der Tagesordnung. Sicherlich gibt es auch Veröffent­lichungen, die ausgewogen berichten. Die Massenmedien jedenfalls sind einseitig gleichgeschaltet.

Dabei ist es verhältnismäßig leicht, der Wahrheit näher zu kommen. Wir brauchen uns nur zu fragen: Wem nützt es?

Horst Zaborowski


UDH Nr. 69

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