BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.70 (3. Quartal 2004)

Auszug


Leserbriefe:

Friedrich Kurreck
63069 Offenbach, den 26. Mai 2004

Herrn Prof. Dr. Guido Knopp
c/o Zweites Deutsches Fernsehen
Postfach 4040
55100 Mainz

„Wer Geschichte schreiben will,
habe den Mut zur Wahrheit!

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Knopp,
für die prompte Beantwortung meines Schreibens vom 12. Mai 2004 danke ich Ihnen. Meine Argumente, mit denen ich in Zweifel ziehe, daß der militärische Sieg der Westalliierten über das nationalsozialistische Regime auch für die Deutschen eine „Befreiung“ war, haben Sie veranlaßt, mir einige „grundlegende“ Bücher zum NS-Regime zu empfehlen, darunter auch Ihre Bände „Holocaust“, „Die SS“ sowie „Der Jahrhundertkrieg“ und „Die Gefangenen“, die meine Ansichten auf den neuesten Wissensstand bringen und mich davon überzeugen werden, daß der 8. Mai 1945 für die Deutschen ein Tag der „Befreiung“ gewesen ist. Dazu gestatten Sie mir einige Anmerkungen.

Die Autoren der mir empfohlenen Bücher sind mir, im Gegensatz zu Ihnen, nicht bekannt. Von Ihnen aber weiß ich, daß Sie mit der Gnade der späten Geburt beglückt sind, und demzufolge Ihr Wissen über die Vorgänge unserer „Befreiung“ nur aus zweiter Hand bezogen haben können. Mir ist die Gnade der späten Geburt nicht zuteil geworden und habe das Geschehen der Jahre ab 1928 bewußt erlebt, ab einem Zeitpunkt also, als es noch keinen Guido Knopp auf dem Erdball gab. Schon in frühen Jahren habe ich mich mit den Ursachen des Ersten Weltkrieges befaßt mit dem Ergebnis, daß diese ganz andere waren, als sie uns von den Hofhistorikern jener Zeit dargestellt wurden. Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte, sehr geehrter Herr Professor, die eine ist die offizielle, die verlogene und für den Schulunterricht bestimmte, und die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt. Ich verdanke mein Wissen der geheimen Geschichte, Sie aber frönen der offiziellen, der von den Siegern geschriebenen Geschichte, und verdienen damit einen Batzen Geld. Deshalb fällt es Ihnen auch schwer, von der Kriegsschuldlüge Abschied zu nehmen und sich mit der Verbreitung der „wahren“ Geschichte zu beschäftigen.

Um Ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen, empfehle auch ich Ihnen einige Bücher „ausländischer“ Autoren und Historiker, als da sind:

Nach der Lektüre „dieser“ Bücher müßten Sie zu der Erkenntnis kommen, daß Deutschland nie und nimmer den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verschuldet hat, und den Nachkriegsdeutschen von ihren Politikern völlig zu Unrecht das Büßergewand übergestülpt wurde mit dem Ergebnis der katastrophalen Folgen, die derzeit deutlich zutage treten und von niemanden zu übersehen sind.

Für mich völlig unbegreiflich, daß jemand, der Geschichte studiert hat, in Unkenntnis über die vorstehend aufgeführten Bücher und deren Inhalte sein sollte. Deshalb bin ich derselben Meinung wie Madame de Stael, Tochter des Finanzministers Necker unter Ludwig XVI., die lange Zeit in Deutschland lebte: „Wenn den Deutschen noch so großes Unrecht angetan wird, findet sich immer ein obskurer Professor, der solange an der Objektivität herumbastelt, bis er bewiesen hat, daß die Deutschen Unrecht getan haben.“ Schonungsloser dagegen drückt sich Bert Brecht aus: „Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit weiß und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!“. „Wer die Wahrheit kennt, lasse die Welt nicht der Lüge“, sprach Zarathustra.
Ich nehme zu Ihren Gunsten an, daß Sie die geschichtliche Wahrheit nicht kennen und damit nur Brechts „Dummkopf“ für Sie zutreffend ist.

In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Informationen die Grundlagen für eine objektive Sicht der deutschen Geschichte geliefert zu haben, verbleibe ich


UDH Nr. 70

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