BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.75 (4. Quartal 2005)

Auszug


Menschenrecht und Würde?

Irma Fuhrmann


Volksverdummung

Nicht erst seit den Wahlkämpfen, sondern bereits seit Jahren werden die deutschen Staatsbürger von Polit-Clowns und den Medien zur Selbstverantwortung und Selbstvorsorge aufgerufen.

Jeder Mensch ist bemüht, Vorsorge zu treffen und wenn es nur für den nächsten Tag ist. Wobei gerade wir Deutsche einen ausgeprägten Sinn für Vorsorge an den Tag legen. Fahren wir mal durch unser schönes Deutschland, von Schleswig-Holstein bis Bayern, vom Saarland bis zur schlesischen Lausitz. Wenn wir uns in den Gemeinden, den kleinen Städten usw. umsehen, finden wir buchstäblich an jeder Ecke den Beweis der Vorsorge. Es sind die schmucken, gepflegten Häuser, Gärten, Straßen und Plätze. Die gepflegte Natur — ob auf den Feldern oder im Wald.

Also die Menschen betreiben Vorsorge auf die Art, die ihnen möglich ist. Wer nicht Vorsorge betreibt, ist unsere politische Klasse. Sie verschenken unser erarbeitetes Volksvermögen in die ganze Welt. Und weil es dann für Aufgaben zur Gestaltung des Lebens der deutschen Staatsbürger nicht mehr reicht, werden bedenkenlos Schulden gemacht und die kommenden Generationen rücksichtslos bestohlen.

Es ist nicht möglich, den Gedanken an eine Gemeinschaft zu verteufeln. Das nach dem Grundgesetz der BRD noch bestehende Deutsche Volk in eine Gesellschaft umzubenennen. Aus Deutschen Staatsbürgern Mitbürgerinnen und Mitbürger zu machen und dann noch zu erwarten, daß ein Gemeinschaftsgefühl sich entwickeln würde. Und nicht nur das, es wird ein Keil zwischen die Generationen getrieben.

Die Sozialversicherung wurde von Bismarck geschaffen. 1883 die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung, 1889 die Invaliden- und Altersversicherung. Bismarcks Rentenversicherung benötigte als Anschub die Unterstützung durch die arbeitende Generation. Durch die gesellschaftliche Entwicklung — die Familien hatten viele Kinder, fünf bis zehn Kinder waren keine Seltenheit — sammelten sich Reserven in der Rentenversicherung an. Bei allen Verdiensten, die Bismarck dabei hatte — eines hatte er leider nicht bedacht — die grenzenlose Gier und Verantwortungslosigkeit der politischen Klasse. Damit wurde das Übergleiten von der Generationenverantwortung in die kapitalgedeckte Rentenversicherung verhindert. Das Vermögen der Rentenversicherung wurde von den Politikern vom Ersten Weltkrieg an bis zu Herrn Kohl rücksichtslos geplündert.

Wer kann garantieren, wenn deutsche Staatsbürger in „private“ Sicherungssysteme einzahlen, daß die Politiker bei passender Gelegenheit sich nicht auch an diesen Geldern vergreifen? Wir stehen heute mit den sozialen Sicherungssystemen auf dem Nullpunkt, an dem Bismarck stand bei der Einführung der Sozialversicherung.

Bei der Neugestaltung sollten wir aus der Erfahrung Lehren ziehen und die heutige Situation berücksichtigen. Grundvoraussetzung: Ein soziales Netzwerk muß vom Staat unabhängig sein. Diese Unabhängigkeit muß im Grundgesetz verankert werden.
  Die kapitalgedeckten Versicherungen unterscheiden sich in einem Punkt nicht von den Sozialversicherungen. Die Einzahler müssen für die Empfänger mit aufkommen, zumindest bei unvorhergesehenem Todesfall eines Einzahlers. Eine Gefahr besteht zudem noch dadurch, daß das Kapital in diesen Versicherungen nicht gelagert, sondern im Wirtschaftskreislauf eingesetzt wird. Bei Fehlspekulationen von Versicherungsfonds in den USA haben so manche Einzahler im Alter keinerlei Absicherung mehr.

Somit läuft es im Grunde genommen darauf hinaus, daß eine soziale Absicherung nur in einer begrenzten Gemeinschaft möglich ist. Nach dem Grundgesetz sind wir das deutsche Volk. Und darum sollten wir auch in dieser Abgrenzung unser Sozialsystem aufbauen.

Ausführliche Information unter dem Titel „Bismarcks Erben“ in Sparte Partei.

Horst Zaborowski


Bundestagswahl 2005

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2005 ist ein Protest der Machtlosen gegen die Volksverdummung durch Politiker und Medien.
Es reicht nicht, einige Schlagworte in die politische Debatte zu werfen, um den deutschen Staatsbürgern das Gefühl einer Zukunftshoffnung einzutrichtern. Im Laufe der letzten 60 Jahre war das Konzept des Eintrichterns aufgegangen.

1945 waren andere Zeiten. Das deutsche Volk hatte einen Krieg durchlebt und wurde dank der Alliierten „Vorsehung“ seiner Menschenwürde beraubt. Dies war der Zeitpunkt, um mit guten Erfolgsaussichten die Gehirnwäsche mit Unterstützung aller Medien in Gang zu setzen. Die Deutschen mit Kenntnissen der politischen Zusammenhänge, die den Krieg überlebt hatten und evtl. die alliierte Machtpropaganda auf ihren Wahrheitsgehalt hätten überprüfen können, wurden aussortiert und zum Schweigen gebracht.

Im Jahre 2005 sind wir drei Generationen weiter. Wir erlebten einen wirtschaftlichen Aufstieg aus den Ruinen mit einer Generation, für die Politik ein Fremdwort geworden war. Bei den Kindern dieser Generation wirkte die Gehirnwäsche auf der Welle des natürlichen Generationenkonfliktes besonders leicht. Die schon in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen aufgewachsene Generation probte mit den 68ern den Aufstand gegen Staat und Volk. Noch war genug Widerstandskraft des natürlichen Verstandes in der Erlebnisgeneration vorhanden, um diese Probe zu beenden. Die 68er gaben nicht auf. Sie begannen den Marsch durch die politischen Institutionen. Ihr Fanatismus, unterstützt von den im Kampf gegen den Staat genommenen seelischen und materiellen Aufputschmitteln und der propagandierten Spaßgesellschaft führte sie in die politische Verantwortung für den Staat Bundesrepublik Deutschland.

Das Umschalten von einem auf Zerstörung gerichteten Denken auf staatstragendes Verhalten war eine Bürde, der sie nicht gewachsen waren. Sie konnten es nicht lassen, Volk und Staat weiterhin zu destabilisieren. Die zwangsläufige Folge war, daß von einer so eingestellten politischen Kaste keine Impulse für das Überleben des deutschen Volkes ausgehen konnten. Mit Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes und dem Zuwanderungsgesetz leiteten sie die endgültige Auslöschung des Deutschen Volkes ein. Diese kranken Gehirne glaubten doch allen Ernstes, sie könnten das Deutsche Volk in seiner Substanz zerstören und weiterhin sie selbst sowie all ihre Freunde in der Welt gut von der Arbeitskraft des deutschen Volkes leben.

Es wäre schon ein Glück für unser Volk, wenn die treibende Kraft für diese Entwicklung, die turnschuhtragenden, steinewerfenden, mit den Sonnenblumen winkenden Grünen an der Regierungsbildung nicht mehr beteiligt würden. Zur Zeit ist der Stellungskrieg zwischen CDU/CSU und SPD im vollen Gange. Ganz auszuschließen ist nicht, wenn der Kanzleranspruch von Schröder sich nicht verwirklichen läßt, daß alle Beteuerungen Schnee von gestern sind und es doch eine rot-rot-grüne Regierung geben wird.

Bei diesen Farbenspielen fehlt eine nationale Kraft. Dann hätten wir nicht nur sechs Parteien im Bundestag, sondern sieben. Und sieben ist eine schöne Zahl. Der Weg von sieben zu siebzehn wäre dann nicht mehr so weit.

Im Ernst, liebe Freunde,
in den sechzig Jahren nach Kriegsende ist die sich an die Fleischtöpfe hinrangelnde politische „Klasse“ bei allen Unterschieden in einem einig geblieben: Das Deutsche Volk „muß“ auf immer und ewig in das Büßergewand gepreßt bleiben. Eine solche Einstellung war nach dem ersten Weltkrieg nicht vorstellbar. In der Weimarer Republik wiesen alle Parteien einschließlich der Kommunisten die Forderungen des „Friedensvertrages“ zurück. Wenn ich auch die Forderung nach einem Friedensvertrag vertrete, so graust es mir, wenn ich mir vorstelle, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Alliierten auf den Gedanken kommen könnten, Möglichkeiten für einen Friedensvertrag zu eröffnen.

Sehen wir lieber mit Ruhe den kommenden politischen Ränkespielen zu. Das Wahlergebnis war ein Anzeichen dafür, daß die Wähler in der Bundesrepublik Deutschland vor ihrer Wahlentscheidung anfangen nachzudenken. Die unterwürfige Haltung deutscher Politiker gegenüber den Interessen der uns unser erarbeitetes Volksvermögen abgaunernden internationalen Mafia wird sich nicht ändern. Polen beginnt mit neuen Forderungen, und andere werden folgen. Der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht. Warten wir, daß er bricht.

Horst Zaborowski


Wie Deutschland zugrundegewirtschaftet wird

Daß es uns allen immer schlechter geht, merken inzwischen immer mehr Leute. Und immer mehr erkennen sie, daß unsere Politiker, deren Aufgabe es wäre, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. Allerdings ist es nicht leicht für den Einzelnen, die Gründe und Zusammenhänge richtig zu erkennen. Dafür sorgen schon unsere gleichgeschalteten Medien — Meister im Verschleiern und Beschwichtigen.

Da hilft es, wenn Leute, die den Durchblick haben, Bücher schreiben und der Allgemeinheit erklären. „Das große Schachern“ nennt Elena Möhring ihr Buch mit dem Untertitel: „Aggressive Minderheiten beuten die Mehrheit schamlos aus.“

Wissen Sie, was ein DINK ist? Eigentlich sind es zwei Leute — ein Ehepaar mit double income, no kids = doppeltes Einkommen, keine Kinder. Entsprechend ist ein SINK ein Unverheirateter (Single) ohne Kinder. Diese Personen verbrauchen ihr Einkommen für private Zwecke, ohne es für die teure Aufzucht von Nachkommen zu ver(sch)wenden.

Nach Kriegsende war es noch üblich, Kinder zu haben. Um die Volkszahl und damit die Zahl der Rentenerwirtschafter auf gleicher Höhe zu erhalten, brauchte es mindestens zwei Kinder pro Frau. Die Statistik zeigt aber, daß ab Ende der 60er Jahre bis heute höchstens 1,3 Kinder geboren werden. Das Wirtschaftswunder blühte, die Pille kam, die 68er tobten sich aus, und Kinder kamen aus der Mode. Das bedeutet: Unser Rentensystem, das auf dem Generationenvertrag beruht, wird in absehbarer Zeit zusammenbrechen.

Die DINKS und SINKS ahnen, was kommt; deshalb haben sie die Pflegeversicherung erfunden. Denn: Ein großer Teil der Pflege von Alten wurde traditionsgemäß bisher von den Angehörigen erbracht, blieb also in der Familie. Kinderlose haben keine Familie. Mit der Pflegeversicherung sorgen sie für ein hilfsbedürftiges Alter vor. Die Zeche zahlen die Familien, die jene Kinder großgezogen haben, denen später die Lasten der Pflegeversicherung aufgebürdet werden. Aber je weniger Kinder, desto schlechter wird das Ganze funktionieren.

Es ist vieles faul im Staate Deutschland. Kapitel für Kapitel geht Elena Möhring das durch:

Zum Nachdenken und zum vernünftigen und gerechten Umgang mit Geld regt Frau Möhrings Buch an. Ihm wären sehr viele Leser zu wünschen und viele Wähler für bessere Politiker als wir sie heute haben.

E. Idris

Möhring, Elena: Das große Schachern. 200 S., Klappenbroschur,
¤ 12,80. ISBN 3-89180-076-2.
Hohenrain-Verlag GmbH, Postfach 16 11, 72600 Tübingen


UDH Nr. 75

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