BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 77  ¦  April – Juni 2006


Freunde — Förderer — Mitglieder

[knüpft inhaltlich an → 8. Mai 1945 an]

Nach dem 8. Mai 45 wurde von dieser Machtlosigkeit das ganze deutsche Volk betroffen. Hunger, Flucht, Vertreibung und Tod waren die äußeren Zeichen der Machtlosigkeit, von der ein jeder von uns schicksalhaft gegriffen wurde. An einen Widerstand, wie er in heutiger Zeit von den Palästinensern usw. geleistet wird, war nicht zu denken. Männer in den besten Jahren waren in Gefangenschaft, Frauen sorgten für das Überleben ihrer Kinder.

Als in den 60er und 70er Jahren sich ein nationaler Widerstand in Westdeutschland formierte, waren ca. 20 Jahre ins Land gegangen. Die 1945 vom ersten Tage an einsetzende Umerziehung, mit Worten und Taten, wirkte auf den größten Teil der Jugend. Die 68er „Blumenkinder“ warfen die Steine nicht für Deutschland, sondern als Rächer gegen ihre Eltern, die sie unter schwersten Bedingungen ins Leben begleiteten.

Unsere Erlebnisgeneration hatte die Mitte des Lebens erreicht und fand in ihrer Gesamtheit nicht mehr die Kraft, geschichtliche Entwicklungen entscheidend zu gestalten. Die politische Klasse in der BRD wurde von den Nachkriegsgenerationen beherrscht.

Der Mantel der Geschichte war zum greifen nahe, als unsere Schwestern und Brüder in Mitteldeutschland 1989/90 das von den Alliierten übergestülpte Joch abschüttelten. Leider war zu diesem Zeitpunkt keine unbelastete, von der alliierten Propaganda und ihren Stiefelleckern nicht gebrandmarkte nationale Kraft vorhanden. Wir, die einzelnen Aufklärer und Streiter, konnten die Rufe auf den Straßen von Leipzig, „Wir sind ein Volk“ nicht nach Westdeutschland tragen, nicht den Zündfunken für einen Flächenbrand legen, damit das deutsche Volk den Mantel der Geschichte ergreifen konnte.

Als diese vorerst letzte Chance zur Befreiung vertan war, gründeten wir am 12.8.1990 den Bund für Gesamtdeutschland in der Hoffnung, daß der Widerstand gegen Kohls Verzicht auf die Heimat der Vertriebenen eine Kraft entfalten würde. Wir hatten uns getäuscht. Es fanden sich die aufrechten deutschen Patrioten zusammen. Die politisch interessierten Heimatvertriebenen waren mit dem BHE in der Koalition am 20.10.1953 durch die Minister Th. Oberländer und W. Kraft vertreten. Bei der Kabinettsumbildung am 15.10.1956 saß Th. Oberländer für die CDU im Kabinett. Von da ab ging es mit dem BHE bergab, und die Heimatvertriebenen ließen sich auf die Schiene der „Heimat-Hoffnung“ abschieben. Diese machtlosen „Folkloregruppen“ waren nicht dazu zu bewegen, sich aktiv an dem Erhalt der „alten“ Heimat zu beteiligen. In den vergangenen 15 Jahren beteiligte sich der Bund für Gesamtdeutschland an Landtags- und Bundestagswahlen. Durch die bestehenden Bestimmungen zur Wahlbeteiligung und trotz der Unterstützung der leider sehr kleinen Zahl unserer Freunde konnten wir einen Einzug in ein Parlament nicht erreichen. Unsere Demonstrationen in vielen Städten der BRD wurden totgeschwiegen. Die Publikation unserer Forderungen geschieht über unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ und in den letzten Jahren über das Internet.

Aus eigener Kraft werden wir, die wir alle in einem hohen Alter sind, weder auf den Straßen dieser Republik noch über Beteiligung an Wahlen in das Rad der Geschichte eingreifen können. Wir sollten uns jedoch fit halten für den Zeitpunkt, an dem nochmals der Mantel der Geschichte in greifbare Nähe rückt. Zu diesem Zeitpunkt brauchen wir unsere geistige Kraft. Die Nachkriegsgenerationen werden, weil ihnen unsere Erfahrung aus den Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren fehlt, bei einem Zusammenbruch bestehender wirtschaftlicher und politischer Systeme orientierungslos sein. Wir haben die Erfahrung und müssen den Willen aufbringen, in dieser Situation die Richtung vorzugeben. Um dafür die Überzeugungskraft zu besitzen, reichen unsere Erfahrungen alleine nicht aus. Wir müssen uns informieren über die Hintergründe, die unser deutsches Volk in die Situation der letzten 60 Jahre gebracht haben. Leider hatte ich bisher auch zu kurz gedacht. Bei meinen aus Gesprächen und dem Zuhören bei politischen Diskussionen (im Alter ab fünf Jahren) gesammelten Erfahrungen sah ich bisher den Zeitpunkt, ab dem das unserem deutschen Volk gegenüber verursachte Unrecht seinen Lauf nahm, in der Gründung des Zweiten Deutschen Kaiserreichs. Im Spiegelsaal von Versailles wurde am 18.1.1871 König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen.

Nachdem ich die Ursachen vor dieser Zeit suchte, bin ich fündig geworden. In dem anschließenden Artikel → „US-Imperium vor dem Zerfall“ weise ich nach, daß bereits seit dem Jahre 1784 systematisch von interessierten Kreisen auf die Vernichtung des deutschen Volkes hingearbeitet worden ist. Hieraus erklärt sich auch, daß dieser Vernichtungswille nicht mit der militärischen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 endete, sondern bis auf den heutigen Tag anhält.

Liebe Freunde,
ich bitte Sie, machen Sie sich die Mühe und lesen Sie diesen Artikel ←, wenn er auch 26 Seiten umfaßt.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 77

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