BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat Nr.78 (3. Quartal 2006)

Die Invasion — eine Prophezeiung

Buchbesprechung

2006

Das erstaunliche Buch des französischen Autors Jean Raspail erschien bereits 1973 zum ersten Mal. Seither wurde es in mehrere Sprachen übersetzt. Es ist auch in Deutschland erschienen, und offenbar nimmt man esjetzt endlich zur Kenntnis. Wenn darin ein Papst Benedikt XVI., ein Brasilianer, kurz erwähnt wird, hat das natürlich nichts mit dem heute amtierenden Papst zu tun. Raspail hat nur richtig gezählt.

Der Autor schildert den Aufbruch einer verzweifelten Menschenmenge — eine Million Inder — die in ihrem Heimatland weder Raum noch Zukunftschancen haben. In einer Flotte halbverrotteter Schiffe nehmen sie Kurs auf Europa — genauer gesagt: Südfrankreich. Was sich nun in unserem Nachbarland bis zur Landung der Inder alles abspielt an Planungs- und Fluchtversuchen, an Äußerungen christlicher Nächstenliebe — man muß diesen Invasoren natürlich helfen —, an Überlegungen oder Hoffnungen, sie abwehren zu können und dergleichen mehr, das ist der Inhalt des beklemmenden Romans, der den Ratlosen klarmacht: Wenn dieser Fall wirklich eintreten sollte, gibt es keine Möglichkeit, damit fertig zu werden. Alles versinkt im Chaos — wie in Raspails Roman.

Der Autor nennt sein Buch eine „brutale Prophezeiung“ — „wie sie mir gerade einfiel“. Als es 1973 erstmals erschien, konnte man es vielleicht noch als eine Art globalen und sehr spannenden Krimi lesen. Heute ist das nicht mehr möglich. Untergang des Abendlandes?? Den paar Millionen Europäern steht eine dritte Welt gegenüber, die aus etwa der gleichen Zahl Milliarden besteht. Die schwarzen Afrikaner sind die fruchtbarste Rasse (J.P. Rushton). Europa entleert sich; ist müde und träge geworden. Der Papst verbietet zwar die Geburtenkontrolle, doch in Europa wird sie nach Kräften ausgeübt.

Die dritte Welt ist nun die Stärkere. Wie weit sie sich behaupten oder entwickeln können wird, nachdem Europa, das die heutige technische Kultur geschaffen hat, untergegangen ist, bleibt abzuwarten.

Vision oder Prophezeihung — wer überhaupt den Mut aufbringt, sich im schläfrigen Europa Gedanken über die Zukunft zu machen, sollte dieses Buch lesen. Besonders den integrationsfreudigen Gutmenschen sei es ans Herz gelegt. Wo eine an Masse (Geburten!) stärkere Menschenmenge über eine Minderheit herfällt, hat es sich ausintegriert.

E. Idris-Schimmel

Raspail, Jean : Das Heerlager der Heiligen — Eine Vision. 272 Seiten, Klappenbroschur ¤ 17,50. — Tübingen, Zürich, Paris: Hohenrain Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1611. — ISBN 3891180–004–5


UDH Nr. 78

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