BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 78  ¦  Juli – September 2006


Wohin treibt die Bundeswehr?

Deutsche Soldaten haben sich im zweiten Weltkrieg hervorragend geschlagen, was sogar von unseren Feinden anerkannt wurde. Das Nürnberger Tribunal sprach die Wehrmacht davon frei, eine „Verbrecherische Organisation gewesen zu sein.“ Selbst Eisenhower stieß in das gleiche Horn, als er 1951 in der (amerikanischen) „Neuen Zeitung“ für die Deutschen erklärte: „Was mich betrifft, so glaube ich nicht, daß der deutsche Soldat als solcher seine Ehre verloren hat. Die Tatsache, daß bestimmte Einzelpersonen … unehrenhafte und verabscheuungswürdige Handlungen begingen, fällt auf die betroffenen Einzelpersonen und nicht auf die große Mehrheit der deutschen Soldaten und Offiziere zurück.“ Und der katholische Divisionspfarrer Willi Müller äußerte sich anläßlich einer Totenfeier seiner Division 1952 wie folgt:

„Ich habe als Pfarrer in der Gefangenschaft und oftmals später Gewissensforschung gehalten. War unser Schild rein? Ich rufe 4.500 Männer in diesem Saal als Zeugen auf: Wo ist einer im weiten Rund, er trete vor und klage an, daß wir Frauen geschändet, Kinder gejagt, auf Zivilisten geschossen, mit einem Wort Kriegsverbrechen verübt haben? Rein der Schild!“

Die weitere Entwicklung in Deutschland hat den Überlebenden und den Toten für ihren Einsatz schlecht gedankt. Immerhin war es das Verdienst der Wehrmacht gewesen, Stalins Vorstoß gegen Westen — Ziel Atlantikküste — unter größten Opfern aufgehalten zu haben. Der Sieg des Bolschewismus über ganz Europa mißlang. Aber wir hatten ja noch andere Feinde, die das Volk jahrzehntelang mit Umerziehung beglückten, bis jene, die nicht in der Lage waren, die Schuldzuweisungen vernünftig zu analysieren, nicht mehr wußten, was sie glauben sollten. An ihr Volk glaubten sie jedenfalls nicht mehr.

Unter dem ständig wachsenden Einfluß dieses feindseligen Klimas wurde die Bundeswehr aufgebaut; zahlreiche ehemalige Wehrmachtsangehörige waren daran beteiligt. Joachim Kannicht schildert in seinem Buch „Wohin treibt die Bundeswehr?“ den deprimierenden Ablauf in allen Einzelheiten. Erinnerungen an die Leistungen und Traditionen der Wehrmacht wurden systematisch abgebaut. Reemtsma mit seiner Anti-Wehrmachtsaustellung, die von Fälschungen strotzte, durfte seinen Verleumdungsfeldzug führen. Kasernen, die den Namen von Ritterkreuzträgern trugen, wurden umbenannt. Nichts in der Bundeswehr sollte noch an Wehrmachtstraditionen erinnern. Die Gefallenen des zweiten Weltkrieges erhielten keine Denkmäler, dafür wurden Deserteure als Helden hochgelobt. Die Opfer der Wehrmachtssoldaten seien nicht zu würdigen, „da sie einem falschen Ziel gebracht wurden.“

Es ist deprimierend, Kannichts Buch zu lesen. An einem Spezialbeispiel läßt sich ablesen, wie verheerend und verrohend sich die Umerziehung auf die Köpfe und den Charakter der Deutschen ausgewirkt hat. Wird Deutschland an Untreue gegen sich selbst zugrunde gehen?

E. Idris-Schimmel

Kannicht, Joachim: Ideologie gegen Wehrmacht-Tradition.
Wohin treibt die Bundeswehr? 340 Seiten, Klappenbroschur, ¤ 16,80.
Grabert Verlag, Postfach 1629, 72006 Tübingen.


UDH Nr. 78

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