BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 78  ¦  Juli – September 2006


In eigener Sache

In dieser Zeitung wurde wie in der letzten Ausgabe Einblick in die Zusammenhänge des über unser Deutsches Volk gestülpten „Schicksals“ dargestellt! Diese Informationen bitte ich einzuordnen in die persönlichen Schicksale. Ein jeder hat die Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel erlebt. Kinder erlebten es anders als Erwachsene. Die Millionen deutscher Zivilisten, die dem Völkermord zum Opfer fielen, durchlitten die letzten Stunden und Sekunden ihres Lebens anders, als die 15 Millionen bei der Vertreibung, und wiederum durchlitt die gesamte deutsche Zivilbevölkerung den durch die Alliierten bewußt eingesetzten Terror in allen nur erdenklichen Foltergraden. Und Folter und Terror beginnen bereits, wenn Menschen in Angst und Schrecken versetzt werden! Daß wir uns das völkerrechtswidrig zugefügte Leid, welches unsere Soldaten in der Gefangenschaft und auch die menschenverachtende „Behandlung“ unserer verschleppten Landsleute ins Gedächtnis rufen, ist selbstverständlich.

Leider oder gottseidank erstreckte sich die Phase, in der wir litten, über einen längeren Zeitraum. Nicht auszudenken, daß ein jeder von uns damals zu gleicher Zeit gewußt hätte von des anderen Leid. Ich bin davon überzeugt, daß der Terror der Lügenpropaganda sich nicht derartig in die Gedanken und Seelen unseres Deutschen Volkes hätte hineinfressen können. Es war die große Leidensfähigkeit,die ein Aufbegehren gegen dieses himmelschreiende Unrecht nicht zuließ. Der Freiheits- und Gerechtigkeitssinn unserer Vorfahren, wie er sich in den Bauernaufständen und den Freiheitskriegen entfaltete, lag unter der Last des Erlebten und brach nicht zum Licht durch.

Jedoch — wir haben eine Verpflichtung unseren kommenden Generationen gegenüber. Der erste Schritt, sich dieser Verpflichtung zu stellen, besteht darin, die geschichtliche Wahrheit für sich selber zu erschließen. Diese Erkenntnisse mit unserem Verstand zu erfassen und das Aufbegehren in unsere Herzen einfließen zu lassen.

Von unserer Erlebnisgeneration aus gesehen ist die Generation unserer Kinder und selbst die unserer Enkel für die Erkenntnis der Ursachen und Zusammenhänge nicht zu gewinnen. Hoffnung können wir auf die Generation unserer Urenkel setzen. Sie ist die Generation, in der sich die an unserem Deutschen Volk begangenen Verbrechen wie in einem Brennspiegel bündeln. Es ist die Generation, die mit dem Rücken zur Wand steht. Entweder behaupten oder untergehen. Übermitteln wir ihnen das Rüstzeug der geschichtlichen Wahrheit, damit sie überleben können.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 78

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