BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 78  ¦  Juli – September 2006


In memoriam 21. Juni 1990

In tiefer Trauer gedenken wir am 21. Juni eines jeden Jahres unserer, vor 16 Jahren von „Deutschen Volksvertretern“ (entgegen ihres vorherigen „Verzicht ist Verrat“-Gebrülls) verratenen ostdeutschen Heimat (Danzig, Ostpreußen mit dem Memelland, Westpreußen, Schlesien und Teilen Brandenburgs und Pommerns) und verneigen uns in Ehrfurcht vor unseren zwei Millionen Landsleuten, die Opfer einer in der Weltgeschichte einmaligen grauenhaften Vertreibung durch ein „christliches Volk“, die Polen, wurden, die von einem Präsidenten „aller“ Deutschen in eine „Erzwungene Wanderschaft“ umgedichtet wurde.

Am besagten Tag waren im Deutschen Bundestag in Bonn die Vertreter des ganzen Deutschen Volkes (an Aufträge und Weisungen nicht gebunden (???) und nur ihrem Gewissen unterworfen) zusammengekommen, um über die Drucksache 11/7465 „Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses Deutsche Heimat“, im Klartext: Anerkennung der von Stalin willkürlich gezogenen „Oder-Neiße-Linie“ als neue deutsche Ostgrenze abzustimmen.

Im Plenarsaal anwesend waren 504 Abgeordnete. Elf Abgeordnete glänzten durch entschuldigte Abwesenheit, und das, obwohl sie uns immer wieder einzureden versuchen, rund um die Uhr für unser Wohl zu wirken. Anscheinend hatten sie an diesem Tag Vorrangigeres zu erledigen, als über eine Zukunftsfrage des Deutschen Volkes abzustimmen.

Für die neue deutsche Ostgrenze stimmten 486 Abgeordnete, dagegen stimmten 15 Abgeordnete, drei Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Anscheinend waren sie überfordert. Vielleicht wußten sie auch nicht, worum es hier ging.

Die allergrößte Sauerei an diesem Tage, und wohl auch aller Zeiten, war, daß unter den 486 Ja-Sagern sich auch neun Ostpreußen (unter ihnen gar der “Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen“!!!), neun Pommern, zwölf Schlesier und zwei Westpreußen befanden. 32 Vertreter des Deutschen Volkes mit „Vertriebenenhintergrund“ wollten mit ihrer Heimat, dem Land ihrer Ahnen, nichts mehr am Hut haben!

Zwei dieser Ja-Sager vom 21. Juni 1990, der eine von der SPD und am 14. Juni 1937 in Breslau geboren, der andere von der CDU und am 6.Januar 1942 in Elbing geboren, sitzen heute noch im Deutschen Bundestag und fristen dort ihr kärgliches Leben von den saftigen Diäten aller Bundesbürger, unter ihnen auch Vertriebene, die sie ihrer Heimat beraubt haben, woran sie aber wegen Gedächtnisschwund nicht mehr zu denken vermögen.

    Für uns Vertriebene gilt heute mehr noch denn je:
    Wir werden vom Land nicht lassen,
    aus dem unsere Ahnen stammen
    !

Friedrich Kurreck


UDH Nr. 78

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