BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 79  ¦  Oktober – Dezember 2006


Buchbesprechung:

Deutschland und die „friedliebende“ Sowjetunion

Wir sind es gewohnt, daß eine vereinigte Feindwelt, die sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammensetzt, Deutschland alles erdenkliche Böse nachsagt. Zwar hat es schon immer einigen Widerspruch gegen derartige geistige Besudelung gegeben, aber in jüngster Zeit macht er sich zusehends stärker bemerkbar. Man will es wissen: Was spielte sich in dem vergangenen Jahrhundert wirklich ab?

In seinem kürzlich erschienenen Buch „Das Reich im Kreuzfeuer der Weltmächte“ befaßt sich Andreas Naumann mit den „Stationen der Einkreisung Deutschlands“. Schon vor 1900 begann man Deutschland vorzuwerfen, es strebe nach der Weltmacht.

Durch das Bemühen, eine Großkampfflotte aufzubauen, fühlte sich England bedroht. Mittels des ersten Weltkrieges wurde Deutschlands Versuch des Aufstrebens in eine Niederlage verwandelt. Später begann Hitler, das Land wieder aufzubauen und in eine Art Wohlstand zurückzuführen. Das durfte nicht sein. Man tat sich zur Einkreisung zusammen; das Ergebnis war der zweite Weltkrieg, der im Rußlandfeldzug verloren ging.

Über Stalins Falschspiel läßt sich Naumann ausführlich aus. Zwar wurde der Nichtangriffspakt geschlossen, aber Stalin hatte niemals die Absicht, diesen einzuhalten. Sein Ziel war, die schon von Lenin geplante bolschewistische Revolution bis an den Atlantik vorzutragen. Hitler-Deutschland sollte sich in falscher Sicherheit wiegen, und die feindlichen Heere sollten in der ersten Phase des Krieges ihre Kräfte gegeneinander verbrauchen, damit später die bolschewistischen Armeen umso leichter gen Westen vorstoßen könnten.

Inzwischen baute Stalin seine Militärmacht für eine Großoffensive gegen Deutschland und das übrige Europa auf. Die Welt über alle Einzelheiten diese Planes unterrichtet zu haben, ist das Verdienst des russischen Autors Viktor Suworow; in den letzten Jahrzehnten hat er mehrere Bücher hierüber veröffentlicht. Alle Befunde bewiesen, daß es sich um einen Aufmarsch zum Angriff, nicht etwa zur Verteidigung gehandelt hatte. Die Unterschiede hierbei sind sehr groß. Weil die Deutschen jedoch unerwartet zuerst angriffen, gerieten die Sowjets in große Schwierigkeiten. Ein Beispiel: Sie verfügten zwar über Mengen von Fahrzeugen, die an die guten Straßen sowie die Spurweiten in Europa angepaßt waren, aber sie taugten nicht für das viel schlechtere russische Straßennetz. Sie hatten Güterwagen voll Landkarten der europäischen Länder, die sie erobern wollten, aber keine für ihren erzwungenen Rückzug im eigenen Land…und dergleichen mehr.

Das Desaster war vollkommen, und es galt lange als heimtückischer Überfall der Deutschen auf die „friedliebende Sowjetunion“. Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen; man beginnt, sich der Wahrheit mehr und mehr anzunähern. Deutschland hat mit seinem — zunächst sehr erfolgreichen — Angriff Europa davor bewahrt, eine totale Beute der bolschewistischen Revolution zu werden. Nur wenige haben dieses Ergebnis in Betracht gezogen, und niemand hat es uns jemals gedankt. Umso wichtiger ist es, daß Andreas Naumanns revisionistisches Buch in die Hände vieler junger Leute kommt, so daß sie endlich einmal etwas Besseres über ihr Vaterland erfahren als die ewigen Anklagen gegen die zwölf Jahre des „dritten“ Reiches.

Erdmuthe Idris-Schimmel

Naumann, Andreas: Das Reich im Kreuzfeuer. 440 S. Ln. geb. € 19,50, ISBN 3–87847–222–6. Grabert-Verlag, 72006 Tübingen 2006

UDH Nr. 79

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