BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Mitteilungsblatt

Ausgabe 1  ¦  Februar 1991


Freunde! — Förderer! — Mitglieder!

Am 12.8.1990 haben wir unseren

Bund für Gesamt­deutschland (BGD)
Ostdeutsche, Mittel- und Westdeutsche Wähler­gemeinschaft

gegründet. Nachdem fast alle (!) Volks­kammer und Bundes­tags­abgeordnete am 21.6.1990 (dem „Schwarzen Donnerstag“ der Parlaments­geschichte) das deutsche Volk unter Bruch ihres Eides durch ihren Verzicht auf unsere deutschen Ost­gebiete verraten hatten, sahen wir uns zum unver­züglichen Handeln aufgerufen. Ebenso haben es auch viele andere aufrechte Deutsche einzeln, in Gruppen und Parteien empfunden. Im Ver­trauen auf Recht und Gerechtig­keit kämpfen wir für die Erhaltung des deutschen Volkes und die Voll­endung seiner Einheit in Freiheit und Selbst­bestimmung.

Zur Jahreswende gilt es, Bilanz zu ziehen.

Der Rechtsstaat steht heute offenkundig nur noch auf dem Papier. Die 45 Jahre Umerziehung mit ihrer general­stabs­mäßig geplanten Beein­flussung auf allen Lebens­gebieten durch Presse, Funk und Fern­sehen (die „veröffent­lichte“ Meinung) zeigen ihre Wirkung. Nur damit sind die Wahl­ergebnisse und viele Ent­scheidungen bei Gerichten und in der Ver­waltung zu erklären und zu beurteilen.

Den unentwegten Bemühungen vieler nationaler Publikationen in den vergangenen Jahren ist es zu verdanken, daß wenigstens etwa 15% unseres Volkes sich dennoch unerschüttert zu Deutschland und seiner eigenen geschicht­lichen Aufgabe bekennen.

Die Vielfalt der immer neu gebildeten Grüppchen, Gruppen und Parteien ändert nichts daran, daß diese nationalen Kräfte in einem demo­kratischen Staats­wesen ohne einen über­greifenden Zusammen­schluß eine bedeutungs­lose Minder­heit bleiben. Die nationalen Veröffent­lichungen erreichen und bewegen eben nur den eigenen inneren Kreis der über­zeugten heimat- und vater­lands­treuen Deutschen. Darüber hinaus wird alles bewußt tot­geschwiegen.

Entscheidend könnte und müßte in dieser Lage ein gemeinsames, eindeutiges Sprachrohr — z.B. eine eigene „Freie Deutsche Rundfunk- und Fernseh­anstalt“ — sein. Diese kann nicht über Nacht errichtet werden. Wir werden jedoch hier und heute mit den Vor­arbeiten beginnen. Dieses Heft Nr. 1 „Bund für Gesamt­deutschland“ bildet den Ausgangspunkt. Die Sende­anstalt darf in Gestaltung und Verwaltung nur solche Mit­arbeiter beschäf­tigen, die bislang entschieden und ohne zu wanken für unser Deutsch­land einge­treten sind und sich als frei und nicht fremd­bestimmt erwiesen haben.

Wir erwarten, daß sich Freunde melden, die bei dem juristischen und organisa­torischen Aufbau zumindest beratend mitwirken wollen. Wir benötigen Vor­stellungen und Pläne zur Gestaltung von Sendungen usw. Darum schreiben Sie uns bitte für die nächste Ausgabe schon Berichte oder Abhand­lungen z.b. zu folgenden Fragen.

Nur keine Hemmungen — Übung macht den Meister ! In einem jeden von uns schlummern unbewußt Talente und, wo wir gefordert sind, auch Kräfte.

Eine große Aufgabe wird die Finanzierung einer solchen Sende­anstalt sein. Auch wenn wir darauf vertrauen, daß zum Anfang die Tätig­keiten zum großen Teil unent­geltlich ausgeführt werden, bleiben doch für die technische Ausstattung, für Gebühren bei der Post und der­gleichen erhebliche fixe Kosten.

Auch für diesen Bereich bitten wir um Vorschläge. Packen wir es an !

Anmerkungen

Der Bundeswahl­ausschuß zur letzten Bundes­tagswahl (2.12 hat mit den vereinten Stimmen von PDS, SPD, CDU usw. die Zulassung des „Bundes für Gesamt­deutschland“ verhindert, der im Bundes­tags­wahlkampf diese brennenden und überlebenswichtigen politischen Fragen glaubwürdig in die Wahlentscheidung eingebracht hätte.

Die neue Kraft wird aus den Erkenntnissen und Erfahrungen erwachsen.

Aus dem Widerstand gegen die Nicke­männer mit den Gummi­bändern als Rückgrat. Gegen die Wendehälse von 1945 und 1990, die unserem deutschen Volk eine moralische Schuld eingeredet haben, um ungestört vom Volk erarbeitete Milliarden in alle Welt verteilen zu können.

Und aus der Überwindung der eigenen Trägheit.
Nicht mehr hoffend auf „die da oben“ — das Heft selbst in die Hand nehmend, werden wir uns unserer Verant­wortung unseren Angehörigen, unseren Nachbarn und dem gesamten deutschen Volk gegenüber bewußt werden.

Was macht die Regierung ohne das Volk ?

Und wir sind das Volk. — Zeigen wir unsere Kraft !

Horst Zaborowski


UDH Nr. 1

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