China schickt sich an, die olympischen Wettkämpfe der Welt auszurichten. Daher sind auf internationaler Ebene solche Themen wie Produktpiraterie, Exportüberschüsse oder gar Menschenrechtsverletzungen an die Adresse von China nicht sehr beliebt. Wenn nun zum jetzigen Zeitpunkt noch das schon länger schwelende Problem mit der Unabhängigkeit des tibetischen Volksteiles hochgespielt wird, reagiert das volksreichste Land der Erde äußerst gereizt.
Hintergrund:
Um diesen Konflikt zu verstehen, muß man schon weit in die Geschichte zurückgehen. Bereits im 7. Jahrhundert übernahmen die Tibeter den Buddhismus, wo er alsbald zum Lamaismus entartete. Das heißt die Verbindungen von weltlicher und religiöser Macht. Durch die Mongolenkaiser war Tibet seit dem 13. Jahrhundert ständig unter der bestimmenden Macht China und endgültig unter der Oberhoheit Chinas seit 1720. Im Jahre 1904 schickte England eine Expedition nach Tibet und öffnete so für den Handel und hauptsächlich für das Einschleusen von Opium nach China Tor und Türen. Seit 1949 ist allerdings Tibet dabei, jede Bindung an China zu lösen. Als Vertreter dieses Bestrebens reist der Dalai Lama unermüdlich umher und antichambriert (Duden: in Vorzimmern katzbuckeln und dienern) bei den unterschiedlichsten Regierungen dieser Welt. Er sucht Verbündete für seine abenteuerliche Pläne.
Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb mit Tibet ein neuer zusätzlicher Staat entstehen sollte. Die Menschen dort würden in neue, womöglich westliche Abhängigkeit geraten, die dieses verzweifelte Volk noch unglücklicher machen würde!
Diese Welt gleicht einem Haifischbecken. Nur kann ich nicht beurteilen, ob die Haifische zu solch hinterhältigen Manövern fähig sind wie die Staatsoberhäupter dieser Welt. Die wahren Gründe, warum diese „Weltenlenker“ so und nicht anders handeln, verbergen sie geschickt hinter Religion und Moral. Zum Tagesgeschehen: Die letzte Supermacht möchte die ganze Welt beherrschen. Dem stehen zwei Staaten entgegen: Rußland mit seiner Herrschaft über die größte zusammenhängende Landfläche eines Staates; China mit der größten Anzahl Menschen in seinen Staatsgrenzen.
Die tapferen Ausrotter der Indianer in den USA suchen nun bei der Ausdehnung ihrer Macht auf die ganze Welt Verbündete. Das tibetische Hochland ist ein strategischer Punkt auf dieser Erde, von dem aus auf Rußland wie auf China eingewirkt werden kann. In geschichtlichen Zeiten wären solche strategische Punkte ohne Zugang zu Land oder zu Wasser nicht zu halten. In heutiger Zeit mit den großen Luftkapazitäten wird alles versucht. Denken wir nur an unseren tapferen Verteidigungsminister – wie selbstverständlich er Truppen in Afghanistan stationiert. Aus Stalingrad konnten von der Luft aus Soldaten nicht heimgeholt werden!
Und aus Afghanistan? Bundeskanzlerin wie Verteidigungsminister sitzen sicher in Berlin!